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Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar Streit um Uni-Klinik im Bochumer Modell Die nächste Herausforderung wartet Martin Fröhlich

Bielefeld (ots) - Mund abputzen und weitermachen! So lautet der Rat an die Krankenhäuser in Bielefeld und Detmold, die im Kampf um einen Uni-Klinik-Standort überraschend von der Kombination Minden/Herford aus dem Rennen geworfen wurden. Das Erstaunen ist groß, vor allem im Oberzentrum der Region. Wieso entscheidet sich Bochum für die viel kleineren Orte und gegen die Universitätsstadt Bielefeld? Es kann sein, dass die reinen Fakten für Minden/Herford sprachen. Vielleicht war das Konzept für Forschung, Lehre und Nachwuchsförderung tatsächlich das stärkste. Dann ist die Entscheidung richtig. Es kann auch sein, dass es die Finanzen waren, die den Ausschlag gaben. Auch sie gehören nun einmal dazu. Und wenn am Ende doch die Angst der Bochumer vor der Konkurrenz durch eine entstehende Bielefelder Fakultät entschieden hat - wer wollte das übelnehmen? Tatsache ist, dass ab 2016 junge Mediziner in OWL ausgebildet werden. Die eigentliche Aufgabe wird sein, die jungen Menschen nach dem Studium zu halten, damit sie den Ärztemangel in der Region mildern. Weil die Zahl der Studenten, die Bochum hierher schickt, dafür nicht ausreichen wird, muss es weitere Anreize für junge Mediziner geben. Eine Herausforderung, der sich gerade die Verlierer der Bochumer Ausschreibung erneut stellen sollten. Es gibt nicht nur einen Weg, etwas für die Region zu tun.

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