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Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar: Prozess gegen den Paderborner Polizeichef Alles zu Bruch Hubertus Gärtner

Bielefeld (ots) - Der Paderborner Polizeichef Andreas Krummrey galt bislang als untadeliger Beamter, der in der Region OWL nicht zuletzt auch wegen seines politischen Engagements durchaus eine gewisse Bekanntheit und Beliebtheit erreicht hatte. Doch jetzt steht der Mann plötzlich nicht mehr mit einer weißen Weste da. Das Landgericht Detmold hat ihn wegen Geheimnisverrats in erster Instanz verurteilt. Schlimmer geht es kaum. Ein hoher Polizist, der sich einer solchen Straftat schuldig macht, verliert seine Glaubwürdigkeit. Er ist im Amt nicht länger tragbar. Das Urteil ist zwar noch nicht rechtskräftig und Krummreys Schuld deshalb noch nicht erwiesen. Den Zeitpunkt für ein Schuldeingeständnis und eine Entschuldigung ließ der Mann verstreichen. Stattdessen setzte er alles auf eine Karte, die da "Freispruch" hieß. Bislang vergeblich. Krummrey, das muss man leider sagen, hat den Schlamassel nach Kräften größer gemacht. Seine unfassbare Verteidigungsstrategie zielte dahin, seine eigenen Mitarbeiter als (potenzielle) Geheimnisverräter darzustellen. Zu schlechter Letzt wurde auch noch die Integrität eines langjährigen Polizeiarztes prinzipiell in Zweifel gezogen, was wiederum auf die Bielefelder Polizeipräsidentin kein gutes Licht werfen konnte, weil sie den Mediziner im Dienst gelassen hat. Tatsache ist: Wo Krummrey auch hinargumentierte - es ging alles zu Bruch.

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