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Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar CSU-Parteitag Zutrauen Ralf Müller, München

Bielefeld (ots) - Wir wollen der CSU glauben, dass sie keine Sprachpolizei in die privaten Wände von Einwanderern aussenden will, um zu überprüfen, ob da auch brav deutsch gesprochen wird. Die halbe "Heute-Show" lebte davon. Das ist eine tatkräftige Unterstützung der deutschen Kabarettszene. Nicht weniger gering ist der Beitrag der CSU zur gesamtdeutschen Politik. Das wenigstens bemühte sich Parteichef Horst Seehofer herauszuarbeiten. Bei vielen innenpolitischen Themen stehe die CSU zunächst allein auf weiter Flur da, werde kritisiert und verspottet, um dann nach einer gewissen Zeit doch zum Erfolg zu kommen. Es ist schon richtig: Die CSU wird von der bayerischen Bevölkerung stets mehr wertgeschätzt als von der veröffentlichten Meinung. Seehofer führt das auf seine "Koalition mit dem Bürger" zurück. Nebenbei legte der CSU-Chef die Latte für die CDU und ihre Chefin für die Bundestagswahl 2017 ganz schön hoch. Mit der Kanzlerin könnte man noch ein "Stückchen" mehr herausholen als letztes Mal, meinte Seehofer. Das wäre dann die absolute Mehrheit. Angela Merkel wird einschätzen können, was es bedeutet, wenn ihr ein CSU-Chef so viel zutraut.

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