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Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar Diskriminierung im Heimkinderfonds Zynisch HUBERTUS GÄRTNER

Bielefeld (ots) - Dem Leiter der Diakonischen Stiftung Wittekindshof, Dierk Starnitzke, gebührt Dank und Respekt. Er hat Asche auf sein Haupt gestreut und erklärt, dass auch in seiner Institution junge Menschen früher Gewalt und Erniedrigung erdulden mussten. Starnitzkes Forderung, dass auch diese Personen eine Entschädigung erhalten müssen, ist nur folgerichtig. Es bedeutet eine grobe Ungerechtigkeit, wenn Menschen, die damals in Einrichtungen der Behindertenhilfe und/oder der Kinder- und Jugendpsychiatrie gelebt haben, leer ausgehen, während in "gewöhnlichen" Heimen misshandelte Opfer einen - wenn auch niedrigen - Anspruch auf Geld und Rentenersatzleistungen aus dem Heimkinderfonds haben. Diese Form des Ausschlusses in Zeiten der Inklusion ist in höchstem Maße zynisch und wohl nur der Tatsache geschuldet, dass die Betroffenen gar keine Lobby haben und sich nicht wehren können. Es ist an der Zeit, dass auch ihnen etwas Genugtuung widerfährt.

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