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Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar: Debatte um Sterbehilfe Hilfe ist längst möglich Peter Stuckhard

Bielefeld (ots) - Jeden Tag arbeiten Ärztinnen, Ärzte und Pflegepersonal in der Region ambulant und stationär daran, unheilbar kranken Menschen auf dem letzten Weg bis in den Tod beizustehen. Gerade in Westfalen-Lippe ist die sogenannte Palliativversorgung, die medizinische Hilfe, die den Patienten mit einem schützenden Mantel umhüllt, recht weit fortgeschritten. Andere Teile der Republik haben da noch Nachholbedarf. Wenn Schmerzen, Atemnot, Angst und Verzweiflung nicht mehr beherrschbar sind, bleibt, diese Hoffnung darf man haben, die Menschenwürde der Sterbenden nicht auf der Strecke. Das letzte Mittel, die palliative Sedierung, das Beruhigen mit starken Arzneimitteln unter Inkaufnahme der möglichen unerwünschten Wirkung, dass er darüber stirbt, kann furchtbare Not wenden, notwendig sein, wenn der Patient das wünscht. Das ist keine Sterbehilfe, das ist das Bewahren des Patientenwohls im besten Sinne des ärztlichen Ethos. Ebenso verhält es sich, wenn bei klarem und bekanntem Patientenwunsch lebenserhaltende Maßnahmen beendet werden. Und doch mag es Situationen geben, in denen Patienten schon früher nicht mehr leben können und wollen. Da ist es für Ärzte schwierig zu helfen. Beihilfe zur frei verantwortlichen Selbsttötung ist nicht strafbar, aber, so die Ärztekammer, keine ärztliche Aufgabe. Ob das wirklich so ist, wird ab sofort weiter zu diskutieren sein.

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