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Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar Bildungsbericht der OECD Es geht voran Alexandra Jacobson, Berlin

Bielefeld (ots) - Es gibt auch mal positive Nachrichten: Deutschland kommt bei seinen Bildungsanstrengungen voran. Die Zahl der Hochschulabsolventen steigt. Nie zuvor haben so viele kleine Kinder im Alter von drei oder vier Jahren eine Kindertagesstätte besucht. Die Jugendarbeitslosigkeit ist hierzulande so niedrig wie in fast keinem anderen Industriestaat. Auch die duale Berufsausbildung ist ein wichtiger Baustein, selbst wenn die Bildungsexperten der OECD mit dieser Kombination aus Lernen in der Schule und praktischer Ausbildung im Betrieb immer noch nicht viel anfangen können. Doch bekanntlich ist das Bessere der Feind des Guten: Es ist nicht so, dass die Anstrengungen bereits ausreichen würden. Deutschland hat in der jüngsten Vergangenheit seine Bildungsausgaben aufgestockt, aber die Mittel hinken dem Durchschnitt der 34 wichtigsten Industriestaaten immer noch hinterher. Das ist ein erheblicher Mangel. Es ist zwar gut, wenn die Kitas voll sind, aber das Niveau der frühkindlichen Bildung lässt trotzdem zu wünschen übrig. Und es ist zwar gut, wenn viele junge Menschen studieren, aber die Ausgaben pro Studierenden stagnieren in Deutschland. Am Aufstieg durch Bildung haben die bildungsfernen Schichten weiterhin zu wenig Anteil. Was Förderung der Schwächeren und Durchlässigkeit im System betrifft, besteht auch noch Handlungsbedarf.

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