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Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar: Die EU-Staaten und die Flüchtlingspolitik Vorbilder gefragt HUBERTUS GÄRTNER

Bielefeld (ots) - Die EU-Innenminister wollen ein neues Maßnahmenpaket zur Flüchtlingspolitik beschließen. Ziel soll eine engere und besser abgestimmte Zusammenarbeit mit den Ländern des südlichen Mittelmeers sein. Vor allem zwischen Deutschland und Italien hatte es zuletzt Ärger gegeben, weil Flüchtlinge offenbar ungehindert von Italien nach Deutschland weiterreisen durften. In der Flüchtlingspolitik wollen sich die EU-Länder in Zukunft nicht mehr untereinander streiten, sondern an einem Strang ziehen. Dieses erklärte Ziel bedeutet für die Menschen aus Afrika und anderen benachteiligten Regionen dieser Erde in der Regel nichts Gutes. Die EU will sich abschotten. Das aber wird auf Dauer nicht funktionieren. Schon jetzt fliehen Hunderttausende aus den Krisen- und Kriegsgebieten nach Europa. Auch das Land NRW und die Kommunen in OWL bekommen das zu spüren. Sie müssen vermehrt Asylbewerber aufnehmen. Das kostet Geld. Aber die vergleichsweise reichen EU-Staaten und ihre Bürger sollten Vorbilder und nicht Bremser sein, wenn es darum geht, hilfsbedürftigen Flüchtlingen zu helfen.

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