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Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar: Lokführergewerkschaft lässt die Muskeln spielen Auf dem Rücken der Reisenden MATTHIAS BUNGEROTH

Bielefeld (ots) - Das Recht, Gewerkschaften zu gründen, ist in der Bundesrepublik Deutschland im Grundgesetz verankert. Dies gilt für jedermann und alle Berufe, wie im Artikel 9 festgelegt ist. Die "Wahrung und Förderung der Arbeits- und Wirtschaftsbedingungen" muss laut Grundgesetz das Ziel jener Vereinigungen sein, wofür auch ein Streikrecht unter Schutz gestellt wird. Die Qualität der Aktivitäten des GDL-Vorsitzenden Claus Weselsky lässt berechtigte Zweifel aufkommen, dass diese Kriterien aktuell Hauptrichtschnur seines Handelns sind. Zu offensichtlich ist die Dominanz der Auseinandersetzung zwischen der im Deutschen Beamtenbund und Tarifunion (dbb) beheimateten GDL und der DGB-Gewerkschaft EVG um die Frage, welche Gewerkschaft nun welche Berufsgruppen vertreten darf. Endgültig ins Abseits stellte sich Weselsky mit seinem Behindertenvergleich, der zu Recht von der EVG aufs Schärfste zurückgewiesen wurde. Ein solcher Fehler in einer vorbereiteten Rede darf dem Bundesvorsitzenden einer Gewerkschaft, egal welcher Größe, nicht unterlaufen. Sie schwächt den GDL-Boss nun zusätzlich in der Tarifrunde. Zum Nachteil der GDL-Mitglieder. Bei allem Trubel unter den Gewerkschaftern geht offenbar auch der Blick dafür verloren, auf wessen Rücken diese Konflikte erneut ausgetragen werden: auf dem der Reisenden.

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