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Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar Politik streitet über deutsche Rüstungsexporte Am Ende droht der Ausverkauf DENNIS ROTHER

Bielefeld (ots) - Kaum eine Branche läuft so rund wie die bei vielen so verhasste Rüstungsindustrie. Waffen finden dank immer neuer Krisenherde reißenden Absatz. Gleichzeitig haben deutsche Hersteller nicht nur Imageprobleme. Sie werden ihre Ware aus politischen Gründen nicht los. Deutschland läuft Gefahr, eine High-Tech-Branche zu verlieren. Das Fundament bröckelt schon. Anfang Juli machte etwa Panzerhersteller Krauss-Maffei-Wegmann (KMW) seine Fusionspläne mit dem französischen Rivalen Nexter publik. Die beiden Schwergewichte wollten einen europäischen Giganten formen, hieß es. Die Franzosen lockte die Technikschmiede des Münchner "Leo-pard"-Entwicklers. Aber was suchte KMW? Die wahrscheinlich Antwort: laxere Ausfuhrbestimmungen. Denn der Genehmigungsprozess von Rüstungsgütern ist in Berlin ein Schneckenrennen mit offenem Ende, während Paris - der angedachten Hauptsitz des Joint Venture - Anträge durchwinkt. Armeen in aller Welt blindlings aufzurüsten ist nicht zu rechtfertigen, logisch. Ein Totalboykott, wie von manchem Politiker gefordert, vernichtet allerdings Hunderttausende Arbeitsplätze.

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