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Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar EU gibt grünes Licht für Airport-Beihilfen Auf dem Boden der Tatsachen MATTHIAS BUNGEROTH

Bielefeld (ots) - Dieser Satz muss einem solide wirtschaftenden ostwestfälisch-lippischen Unternehmer in den Ohren klingen: Die Flughafengesellschaft in Dortmund hat gehandelt, wie auch ein privates Unternehmen gehandelt hätte, befand die EU-Kommission. Ergo: Es ist nichts daran auszusetzen, dass hunderttausende Menschen im Großraum Dortmund das 20-Millionen-Defizit des Airports Dortmund auch über ihre Gasrechnungen ausgleichen. Über diese Entscheidung der EU-Wettbewerbshüter kann man nur staunen, mit freier oder gar sozialer Marktwirtschaft hat dies alles wenig zu tun. Auch wenn dieses Geschäftsmodell in Dortmund einmal so angelegt war, dass es in Zeiten des Strukturwandels dazu beitragen sollte, einige hundert Arbeitsplätze vor Ort zu halten - als nachhaltiges Geschäftsmodell taugt dies nicht. Regionalairports, die vor allem auf Billigairlines setzen, die entsprechend niedrige Gebühren zahlen, werden in zehn Jahren, wenn die EU-Übergangsfrist für dieses Modell abläuft, in ihrer Bilanz nicht viel weiter sein als heute. Hinzu kommen für die Stadtwerke die Herausforderungen der Energiewende. In Gera ist bereits eine Insolvenz zu verzeichnen, Experten halten weitere ähnliche Fälle für realistisch. Für uns in OWL heißt dies: dem Airport Paderborn/Lippstadt mit seinem soliden Geschäftsmodell nach Kräften den Rücken zu stärken.⋌

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