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Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar Beziehungen zu Russland Erhöhtes Risiko MARTIN KRAUSE

Bielefeld (ots) - Diplomatisches Geschick ist nicht das Erste, womit man Clemens Tönnies in Verbindung bringt. Doch nun hat sich der Unternehmer ausgesprochen diplomatisch geäußert: Es werde eine Zeit nach der Ukraine-Krise geben, so mahnt er: "Wir dürfen nicht alle Bande (zu Russland) zerreißen." Tönnies trägt Verantwortung für den Einsatz von vielen Millionen Euro und letztlich auch für Existenzen. Während es für Schalke 04 "nur" um jährlich 17 Millionen Euro Sponsorengeld aus den Kassen des russischen Staatskonzerns Gazprom geht, hat die Tönnies-Gruppe in Russland selbst 300 Millionen Euro im Feuer. Tönnies' Diplomatie ist absolut angebracht, auch im staats-tragenden Sinne, denn vom wirtschaftlichen Erfolg hängt unser Wohlstand ab. Es ist nicht ratsam, die Früchte jahrelanger Kooperation aus naivem Idealismus zu opfern. Allerdings müssen sich deutsche Unternehmer fragen lassen, ob manche Auslandsinvestition nicht allzu optimistisch getätigt wurde. Wer in Ländern wie Russland oder China, Indien oder Bangladesch investiert, muss jederzeit damit rechnen, Fragen nach politischer Räson, nach Menschenrechten oder sozialen Verhältnissen vorgelegt zu bekommen. Das erhöhte Risiko lässt manches Engagement sehr spekulativ erscheinen.

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