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Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar Das Klagen der Polizeigewerkschaften Wahrer Kern HUBERTUS GÄRTNER

Bielefeld (ots) - Die Gewerkschaften der Polizei stoßen traditionell kräftig ins Horn. Sie beklagen wachsende Belastungen und fordern eine höhere Besoldung. Bisweilen klingt das wie ein Ritual. Es ist den Innenministern ein Dorn im Auge und nervt vielleicht auch schon den einen oder anderen Bürger. Trotzdem steckt hinter dem Wehklagen ein wahrer Kern. Polizisten erfahren in unserer Gesellschaft tendenziell immer weniger Anerkennung, dafür aber mehr Gewalt gegen ihre eigene Person. Das ist eine traurige Entwicklung, die dringend gestoppt werden muss. In NRW legt die Gewerkschaft der Polizei den Finger jetzt auch noch in eine andere Wunde. Sie beklagt, dass zu wenig Polizisten neu eingestellt werden. In den Behörden werden in den kommenden Jahren viele Ordnungshüter pensioniert. Es besteht die Gefahr, dass es dann nicht genug Nachwuchs gibt, um die entstehenden Lücken zu schließen. Zwar hat die rot-grüne Landesregierung mehr Neueinstellungen als ihre schwarz-gelbe Vorgängerin veranlasst. Aber vermutlich wird es nicht reichen, um die Zahl der Polizisten in den nächsten zehn Jahren konstant zu halten. Das ginge dann auf Kosten der Sicherheit. Es sei denn, die Gesellschaft würde friedvoller. Dann genügten auch weniger Polizisten. Doch danach sieht es leider nicht aus.

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