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Neue Westfälische (Bielefeld): NRW kann Millionen des Bundes für Straßenbau nicht verwenden Flagge zeigen in Berlin MATTHIAS BUNGEROTH

Bielefeld (ots) - Das Land Nordrhein-Westfalen ist als bevölkerungsreichstes Bundesland auch eines der verkehrsreichsten. Dies stellt NRW-Verkehrsminister Michael Groschek auf seiner Homepage fest. Doch die Substanz des Straßennetzes bröckelt dahin. Mit verheerenden Folgen für die Wirtschaft und die Bürger. Der Ruf nach möglichst viel Geld vom Bund, das in die Instandhaltung des Straßen-, Schienen- und Wasserwegenetzes investiert werden kann, scheint da naheliegend zu sein. Doch muss auch das Land selbst seine Hausaufgaben machen, damit jedes Jahr die vorgesehenen Bauprojekte auch Baureife erlangen und zügig umgesetzt werden können, sobald das Geld hierfür vom Bund bereitgestellt worden ist. Groschek taxiert den Sanierungsbedarf allein bei 375 Autobahnbrücken im Land auf rund 3,5 Milliarden Euro innerhalb der nächsten zehn Jahre. Sind künftig immer mehr Brücken für den Schwerlastverkehr nur eingeschränkt oder gar nicht nutzbar, bedeutet dies für die Wirtschaft hohe Mehrkosten durch Umwege oder gar Betriebsverlagerungen. Die IHKs in NRW legten jetzt Zahlen vor, wonach die Metropolregion Ruhr auf 38 Prozent der Autobahnkilometer eine hohe Verkehrsbelastung hat, jedoch wurden nur 25 Prozent der Straßenbauprojekte zwischen 2001 und 2010 auch umgesetzt. Die Region Leipzig/Dresden weist lediglich 1 Prozent verkehrsdichter Autobahnkilometer auf, hat jedoch eine Umsetzungsquote von 38 Prozent. Die NRW-Verkehrspolitik muss in Berlin mehr Schlagkraft entwickeln und Flagge zeigen, damit das Transitland NRW in der Verkehrspolitik nicht abgehängt wird.

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