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Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar DB-Konkurrenten wollen Gleichberechtigung beim Ticketverkauf Auf leisen Schienen MATTHIAS BUNGEROTH

Bielefeld (ots) - Bahnfahren ist beliebt wie nie. Knapp 2,8 Milliarden Fahrgäste waren im Jahr 2012 auf der Schiene unterwegs. Die Branche eilt von Rekord zu Rekord. Doch viele Bahntickets sind zu teuer bezahlt, wenn die Vorwürfe von Konkurrenten der DB sich als richtig erweisen sollten. Ein Vorwurf, der nicht neu ist, sondern von der Monopolkommission sowie dem Europaparlament seit Jahren erhoben wird. So tut sich Bahn-Vorstand Ulrich Homburg keinen Gefallen damit, die Ankündigung von Ermittlungen seitens des Bundeskartellamts aus seiner Sicht "gelassen" zu kommentieren. Die Wettbewerbshüter aus Bonn werden die Fakten genau prüfen und bei Verstößen gegen Gesetze durchgreifen, wie es ihre Pflicht ist. Bereits im September 2011 diagnostizierte die Monopolkommission auf dem deutschen Bahnsektor "erhebliche Wettbewerbsdefizite" und sah die "politischen Entscheidungsträger unter Zugzwang". Sollten die Konkurrenten der DB beim Ticketverkauf monetär benachteiligt werden, wäre dies eine fundamentale Einschränkung des Wettbewerbs, die eher heute als morgen beendet werden müsste. Denn der Ticketverkauf ist die Nabelschnur der Eisenbahnunternehmen zu ihren Fahrgästen. Neutralität im Vertrieb ist deshalb oberstes Gebot. Die Bahn-Reform muss kommen, wenn auch auf leisen Schienen.

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