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Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar El Kaida erstarkt im Irak und in Syrien Kapitulation Dirk Hautkapp, Washington

Bielefeld (ots) - Direkt vom Golfplatz auf Hawaii ins Kältebecken. Für US-Präsident Obama fängt das neue Jahr außenpolitisch katastrophal an. Die schleichende Machtübernahme von El Kaida im Irak, in Syrien und im Libanon hat die Gefahr eines Flächenbrands in der Region erhöht. Die in Washington inflationär zu hörende Behauptung, die El Kaida sei sub-stanziell geschwächt, hat sich als haltlos erwiesen. Das Netzwerk des Terrors zieht sein blutiges Spinnennetz immer weiter. Amerikas Antwort darauf ist alarmierend. Sie lautet: Nicht mehr unsere Sache - euer (Bürger-)Krieg. Man ist versucht, von Kapitulation zu sprechen. Irak, das war ursprünglich nicht Obamas Krieg. Der Präsident hat das vergiftete Erbe von George W. Bush nur verwaltet. Und das schlecht. Der übereilte Truppenrückzug 2011 hat ein Vakuum gezüchtet, in das jetzt mit Macht extremistische Mordbrenner stoßen. Im Iran und in Saudi-Arabien liegen die Schlüssel für den immer brutaler werdenden Bruderkampf innerhalb der muslimischen Welt. Wer das Blutvergießen eindämmen will, muss die beiden Großmächte an den Verhandlungstisch zwingen.  Unterbleibt der Versuch, werden die Taliban in Afghanistan die Ereignisse in Fallu-dscha als Blaupause übernehmen und nach dem Abzug der US-Truppen Ende dieses Jahres Stadt für Stadt, Dorf für Dorf die Macht zurückerobern. Das Scheitern des Westens wäre komplett.

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