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Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar Reaktionen auf bandenmäßigen Taschendiebstahl Zu lasch HUBERTUS GÄRTNER

Bielefeld (ots) - Taschendiebstahl ist zwar kein Verbrechen, aber auch kein Kavaliersdelikt. Vor allem, wenn organisierte Banden ihr Unwesen treiben, entsteht großer Schaden. Wenn bulgarische Seriendiebinnen gefasst und aus rechtlichen Gründen immer wieder auf freien Fuß gesetzt werden, kocht verständlicherweise die Volksseele. Zwar sind es oft auch die Kunden, die im Weihnachtstrubel allzu sorglos mit ihren Habseligkeiten umgehen, aber die Ermittlungsbehörden geben kein gutes Bild ab. Ihr Vorgehen wirkt unkoordiniert, unmotiviert und lasch. Dass die Bielefelder Staatsanwaltschaft die Presse in dieser Angelegenheit auf einen Termin in der nächsten Woche vertröstet, spricht ebenfalls Bände. Man schätzt die Probleme offenbar als nicht sehr dringlich ein. Sicher wäre es unverhältnismäßig, jeden Taschendieb zu verhaften und monatelang in Untersuchungshaft zu stecken. Doch es wäre angesichts des volkswirtschaftlichen Schadens nicht unverhältnismäßig, ein "großes Rad" zu drehen, um die kriminellen Strukturen und Hintermänner zu ermitteln. Dazu müssten die Behörden Entschlossenheit besitzen - aber auch die nötigen Ressourcen.

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