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Neue Westfälische (Bielefeld): Millenniumsgipfel Ohne gute Taten geht es nicht ALEXANDRA JACOBSON, BERLIN

Bielefeld (ots) - Immerhin hat UN-Generalsekretär Ban Ki Mun am Ende des Millenniumsgipfels von New York noch Zusagen in Höhe von 40 Milliarden Dollar zusammenbekommen. Damit soll in den nächsten fünf Jahren die hohe Mütter- und Kindersterblichkeit in den armen Ländern bekämpft werden. Hoffentlich stehen die reichen Länder zu ihren Zusagen. Denn mit der Hilfe für die Ärmsten nehmen es die Industriestaaten nach wie vor nicht so genau. Auch Deutschland macht sich einen schlanken Fuß. Der versprochene Aufwuchs bei der humanitären Hilfe fällt aus. Angeblich wegen der Finanzkrise. Für diese, daran sei am Rande erinnert, können die ärmsten Länder wirklich überhaupt nichts. Es ist richtig, wenn Kanzlerin Angela Merkel und Entwicklungsminister Dirk Niebel gute Regierungsführung in den Nehmerländern anmahnen. Und es ist auch richtig, wirtschaftliche Investitionen anzukurbeln. Aber das ändert nichts an der Bedeutung der klassischen Armutsbekämpfung. Mag Dirk Niebel von der "Verteilung guter Taten" nicht so viel halten: Ohne sie geht es nicht. Südlich der Sahara sterben täglich 3.900 Menschen an Aids. Da helfen nur Medikamente, und die gibt es nicht umsonst. Sollte Deutschland aus dem globalen Fonds gegen Aids aussteigen, wäre das beschämend.

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