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Neue Westfälische (Bielefeld): Morde an Helfern in Afghanistan Bestürzend DIRK MÜLLER

Bielefeld (ots) - Die Gewalt regiert in Afghanistan und nichts kann sie stoppen. Sie trifft Einheimische und Fremde, sie tötet Soldaten und Zivilpersonen, Männer, Frauen, Kinder, jeden Tag. Was die Nachricht vom Tod der Helfer und Mitarbeiter eines internationalen Ärzteteams, darunter einer 35-jährigen Frau aus Sachsen, so besonders bestürzend macht, ist die Tatsache, dass die Gewalt hier engagierte, idealistische Mitmenschen traf, die Mitleid mit Augenkranken und der Wille zum Beistand für die notleidende afghanische Bevölkerung zum riskanten Einsatz trieb. Sie fielen feigen Morden zum Opfer, die Trauer und Empörung hervorrufen. Ob sie zu viel riskierten, leichtfertig Warnungen in den Wind schlugen, ob ein Einsatz unter christlichem Banner am Hindukusch nicht per se schon ein Himmelfahrtskommando darstellt, auch das darf aber bei aller Betroffenheit gefragt werden. Die Bedingungen sind wie sie sind. Die Sicherheitslage im Land ist fast zehn Jahre nach Beginn des US-Eingreifens so katastrophal wie nie; auch die Bundeswehr ist Konfliktpartei und bekommt das zu spüren. Unter westlichen Strategen kursiert derzeit die Option einer Einbindung der Taliban in den weiteren Prozess, derer, die sich gerade zu den aktuellen Morden bekannten. Die Hilflosigkeit könnte nicht größer sein.

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