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Neue Westfälische (Bielefeld): Kürzung des Heizkostenzuschusses Schöner sparen PETER STUCKHARD

Bielefeld (ots) - Im Wohngeld ist seit 2009 ein Heizkostenzuschuss enthalten: von 24 Euro für einen Ein-Personen- bis zu 49 Euro für einen Fünf-und-mehr-Personen-Haushalt. Fachleute sagen, dass davon rund 20 Prozent der Heizkosten bezahlt werden konnten. Nicht mehr das Wohngeld kürzen, aber diesen Zuschuss streichen will jetzt die Bundesregierung, um wenigstens 100 Millionen Euro pro Jahr einzusparen. Wegen niedrigerer Energiepreise mag die Streichung vorübergehend verschmerzbar sein. Aber was ist, wenn Öl und Gas - erwartbar - wieder richtig teuer werden? Die Förderung nach Kassenlage im Bundeshaushalt führt nur zu finanziellen Verschiebebahnhöfen. Das Nachsehen haben dann doch wieder die Kommunen. Sie müssen denen finanziell unter die Arme greifen, die ihre Miete, egal ob Kalt- oder Warmmiete, nicht bezahlen können. Im Extremfall müssen sie Obdachlose unentgeltlich in städtischen Wohnungen unterbringen: Jeder hat ein Recht auf ein Dach über dem Kopf. Statt einfach die Kopfpauschalen bei den Heizkosten zu kappen, könnte die Bundesregierung intelligenter sparen: Zu jeder Wohnung gibt es heute einen Energieausweis. Würden effektiv beheizte Wohnungen prozentual besser gefördert, würden - Einspareffekt! - die Mieter mit den Füßen abstimmen, und dem Klima würde geholfen.

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