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Neue Westfälische (Bielefeld): Behinderte vom Spardiktat bedroht Ungerecht HUBERTUS GÄRTNER

Bielefeld (ots) - Für viele Menschen ist die Wirtschaftskrise weit weg. Vor allem für Millionäre, deren Zahl nach offiziellen Erhebungen nicht nur in Deutschland gewachsen ist. Auch skrupellose Finanzhaie oder gierige Banker müssen sich wenig Sorgen machen. Obwohl sie die Misere maßgeblich verursacht haben, leben sie herrlich und in Freuden von ihren hohen Einkünften, Boni oder Abfindungen. Vor diesem Hintergrund wäre es eine schreiende Ungerechtigkeit, wenn nun ausgerechnet bei den behinderten Menschen Leistungen gekürzt und Versorgungsstandards gesenkt würden. Trotzdem sieht es ganz danach aus. Denn in der Kasse des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe klafft im kommenden Jahr ein Loch von 300 Millionen Euro. Im Landschaftsverband Rheinland sieht es nicht besser aus. Da beide Verbände den weitaus größten Teil ihrer Etats für Behinderte aufwenden müssen, liegt es nahe, hier die Sparschraube anzusetzen. Zwar sind viele Leistungen gesetzlich vorgeschrieben. Doch Standards beim Personal, bei der Unterbringung oder in den Werkstätten ließen sich theoretisch senken. Aus humanen und moralischen Gründen muss diese Gesellschaft aber dafür sorgen, dass es nicht soweit kommt. Notfalls muss der Bund einspringen. Man könnte ausnahmsweise auch Millionäre zur Kasse bitten.

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