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Neue Westfälische (Bielefeld): Steigende Benzinpreise Psychologie nährt die Börse ANDREA FRÜHAUF

Bielefeld (ots) - Mancher Experte spricht schon jetzt vom dritten Ölpreisschock. Dabei reichen die weltweiten Ölreserven schätzungsweise noch 40 Jahre. Eigentlich genug Zeit, um in der Energiepolitik umzusteuern und nach alternativen, klimafreundlichen Lösungen zu suchen. Doch Industrie und Politik ticken anders, sind eng miteinander verflochten. Die einen achten auf ihre kurzfristige Rendite, die anderen auf ihren Machterhalt. Der Autobauer Daimler hinkt in der Entwicklung von Hybridmotoren massiv hinterher, weil er mit benzinfressenden Motoren gutes Geld verdiente. Und Kanzlerin Angela Merkel mutiert zur Freundin der Opel-Arbeitnehmer, weil sie in der Wählergunst nicht weiter sinken will. Selbst US-Präsident Barack Obama bleibt sich nicht ganz treu. Obwohl der erklärte Umweltfreund die Ölpest am Golf von Mexiko verurteilt und einen sechsmonatigen Stopp für neue Tiefseebohrungen verfügt hat, erwägt er bereits die Lockerung dieses Verbots, um Arbeitsplätze zu sichern. Psychologie nährt die Börse: Wenn Spekulanten jetzt den Öl- und damit den Benzinpreis treiben können, sorgen dafür knappe Lagervorräte, weil Investitionen in neue Ölfelder bei einem niedrigen Ölpreis sich nicht lohnen. Es ist höchste Zeit, Ölspekulanten mit neuen Konzepten auszutrocknen.

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