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Neue Westfälische (Bielefeld): Estland wird Euroland Strahlkraft STEFAN SCHELP

Bielefeld (ots) - Bulgarien, Rumänien, Polen und die Tschechische Republik wollen in die Euro-Zone. Dieses Begehren macht die Menschen im krisengeschüttelten Euroland nicht eben ruhiger. Estland will ebenfalls in die Euro-Zone. Das wiederum lässt aufhorchen in Zeiten, da sogar vermeintlich kluge Köpfe die Rückkehr zur einst harten Mark propagieren und das Ende der Euro-Zone heraufziehen sehen. Denn Estland ist keineswegs ein Hungerleider. Ganz im Gegenteil: Das kleine Land an der Ostsee hat Inflation und Schulden im Griff und erfüllt alle Beitrittskriterien. Und zwar mit Bravour. Das Defizit liegt bei 1,7 Prozent und damit deutlich unter dem Maastricht-Kriterium von drei Prozent. Ein Kriterium übrigens, das derzeit kein Euro-Land so ohne Weiteres erfüllt. Der Schuldenanteil am Haushalt liegt bei 7 Prozent, der europäische Richtwert weit darüber - bei 60 Prozent. Und so einer will in die Euro-Zone? Offenbar besitzt die europäische Währung noch immer viel mehr Strahlkraft, als wir derzeit wahrhaben wollen. Vielleicht ist es an der Zeit, von den Esten zu lernen.

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