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Neue Westfälische: NRW nach dem Duell und vor der Wahl Wenig Glanz PETER JANSEN, DÜSSELDORF

Bielefeld (ots) - Norbert Walter-Borjans, Wirtschaftsminister im Schattenkabinett von SPD-Spitzenkandidatin Hannelore Kraft, wird von Freund und Feind als netter Kerl geschildert. Was er zur Wirtschaftspolitik der SPD sagte, war nicht falsch, aber weder neu noch originell. Wie er sich von der Amtsinhaberin Christa Thoben (CDU) unterscheiden will, wurde im Nebel der vielen Worte nicht recht sichtbar. Wenig Glanz verbreiten auch die anderen Mitglieder von Krafts Kompetenzteam. Mit Guntram Schneider, DGB-Chef in NW, versöhnt Kraft in erster Linie die seit der Agenda-2010-Politik über die SPD verärgerten Gewerkschaften. Zülfiye Kaykin, zuständig für Integration, ist seit ihrer Vorstellung nicht wieder in Erscheinung getreten. Kraft und die SPD mögen sich damit trösten, dass die Mannschaft, mit der Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) wieder antritt, sich nun wirklich nicht für die politische Champions League qualifiziert hat. Im Fernsehduell am Montag war die Oppositionschefin nicht weniger kompetent und kundig als der Regierungschef. Im Amt des Ministerpräsidenten kann man sich die 48-jährige Mülheimerin ebenso vorstellen wie den 59-jährigen Pulheimer. Für eine seriöse Entscheidung muss der Wähler die Konzepte und Pläne vergleichen.

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