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Neue Westfälische: Neue Westfälische Bielefeld: Kruzifix-Debatte Vorbehalte PETER MLODOCH

Bielefeld (ots) - Alles nur ein Missverständnis? Irritationen ausgeräumt? Mit knappen Worten versuchen Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff und seine CDU-Landtagsfraktion, den Wirbel um die Kruzifix-Aussagen der designierten Sozialministerin Aygül Özkan einzudämmen. Das wird kaum gelingen. Zwar steht der heutigen Wahl der Hamburger Rechtsanwältin zur ersten türkischstämmigen Ministerin in Deutschland nichts mehr im Wege. Aber die Vorbehalte gegen Wulffs mutige Personalentscheidung bleiben. Die Debatte zeigt, dass weite Teile der CDU, ja weite Teile Deutschlands noch nicht so weit sind, eine Migrantin, eine Muslimin dazu, in hohen Staatsämtern zu akzeptieren. Hätte ein Landesminister mit deutschen Wurzeln sich zu Kruzifixen in Klassenzimmern geäußert, noch dazu auf Basis des Bundesverfassungsgerichtsurteils, kaum jemand hätte sich aufgeregt. Bei Aygül Özkan ist das anders, obwohl sie sich auch gegen muslimische Kopftücher an Schulen aussprach. Bleibt der Neuen zu wünschen, dass sie dennoch einen guten Start hinlegt und sie die faire Chance bekommt, durch Sacharbeit zu überzeugen.

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