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Neue Westfälische: Neue Westfälische Bielefeld: Wirtschaftsunterricht an Realschulen Krise im Klassenzimmer NICOLE HILLE-PRIEBE

Bielefeld (ots) - Schülerinnen und Schüler brauchen einen soliden Grundstock an Wirtschaftswissen, das sie in Alltag und Beruf anwenden können." So erklärt NRW-Schulministerin Barbara Sommer (CDU) die Einführung des Fachs Wirtschaft an Realschulen. Fragt sich nur: an welchem Wissen? Oder auch: an welchem Glauben? Wer soll denn da was lehren, nachdem der Milliardenpoker der Banken unser Land für Jahrzehnte in den finanziellen Ruin getrieben hat? Die gängige Praxis an den anderen Schulformen zeigt bereits jetzt, welche Akteure und welche Denke tatsächlich hinter dem "neuen" Wirtschaftsunterricht stehen, woher viele Unterrichtsmaterialien kommen und wie bedenklich diese Entwicklung ist. So setzen Allianz und Deutsche Bank ihre Mitarbeiter seit der Krise verstärkt als "Lehrer" ein, um den Schülern die Wirtschaft zu erklären - und ein paar Tipps zur privaten Vorsorge können sie dabei bestimmt auch gleich platzieren. Solange man Böcke zu Gärtnern macht, ist der ideologische Effekt größer als der der Bildung. Wie beim Religionsunterricht, sollten Eltern deshalb die Möglichkeit erhalten, ihre Kinder vom Wirtschaftsunterricht abzumelden. Pressekontakt: Neue Westfälische News Desk Telefon: 0521 555 271 nachrichten@neue-westfaelische.de Original-Content von: Neue Westfälische (Bielefeld), übermittelt durch news aktuell

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