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Neue Westfälische: Neue Westfälische (Bielefeld): Wirtschaftskriminelle lähmen Justiz Weichgekocht HUBERTUS GÄRTNER

Bielefeld (ots) - Die ehemalige Bochumer Staatsanwältin Margrit Lichtinghagen hat zahlreiche prominente Wirtschaftskriminelle gejagt. Dann fiel sie in Ungnade und wurde entmachtet. Durchaus möglich, dass Lichtinghagen ein paar Fehler unterlaufen sind. Trotzdem legt sie nun einmal mehr den Finger zu Recht in eine Wunde: Im Vergleich zu anderen Straftätern werden Wirtschaftskriminelle in Deutschland zu milde bestraft. Diese Erkenntnis wird von vielen Experten geteilt. Wirtschaftskriminelle können sich in der Regel teure Anwälte leisten - und diese schöpfen alle Möglichkeiten der Strafprozessordnung aus, um Verfahren in die Länge zu ziehen. Auf diese Weise werden Richter und Staatsanwälte oftmals "weichgekocht" - notgedrungen willigen sie schließlich ein, Verfahren gegen Geldauflagen oder Bewährungsstrafen zu beenden. Der Gerechtigkeit wird so nicht Genüge getan. Sozialstunden als Sanktion helfen aber auch nicht weiter. Die Justiz muss adäquat ausgestattet und die Strafprozessordnung in einigen Punkten reformiert werden, damit der Kampf gegen die Wirtschaftskriminellen "auf Augenhöhe" geführt werden kann. Pressekontakt: Neue Westfälische News Desk Telefon: 0521 555 271 nachrichten@neue-westfaelische.de Original-Content von: Neue Westfälische (Bielefeld), übermittelt durch news aktuell

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