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Neue Westfälische: KOMMENTAR Friedensnobelpreis für Obama Simultanschach BERNHARD HÄNEL

    Bielefeld (ots) - Einen ungedeckten Wechsel auf Frieden hat das Nobelpreiskomitee für Präsident Barak Obama ausgestellt. Die Summe steht fest, der Erfolg aber steht aus. Das erklärt das Erstaunen, das sich allenthalben breit machte nach Verkündung der Entscheidung. Dieser Preisträger kann bislang keinerlei Meriten vorweisen für die ihm zugedachte Ehre außer dass er es verstanden hat weltweit die Hoffnung zu verbreiten, die Welt könnte friedlicher werden. Das Gefangenenlager in Guantánamo ist noch immer nicht geschlossen und die weltweite atomare Abrüstung ist bisher nur eine Idee. In Afghanistan wird weiter getötet und der Friedensprozess im Nahen Osten kommt keinen Schritt voran. Auch innenpolitisch kämpft dieser Präsident mit dem Rücken zur Wand. Sein so bitter für die Amerikaner notwendiges Projekt einer Gesundheitsreform droht zu scheitern. Der frühere US-Außenminister Henry Kissinger hat dies auf den Punkt formuliert: Obama spielt sechs Schachpartien zur gleichen Zeit. Das Schlimme ist: Obama muss Simultanschach spielen, wenn er dem Ziel einer friedlicheren Welt näher kommen will. Jahrzehntelang wäre der Nahost-Konflikt bei gutem Willen singulär lösbar gewesen - heute hängt er mit unlösbar mit dem Atomprogramm des Iran, dem islamistischen Terrorismus und dem Afghanistan-Krieg zusammen. Und so bleibt nur die Hoffnung, dass die Auszeichnung Obama dazu zwingt, in seinem Bemühen nicht nachzulassen.

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