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Neue Westfälische: Impfung gegen HIV-Infektion Kein Anlass für Jubel PETER STUCKHARD

    Bielefeld (ots) - Legt man wissenschaftstheoretische Maßstäbe an die Studie der US-Militärs und der französischen Pharmafirma Sanofi in Thailand an, so kann das Urteil nur lauten: Sie ist wertlos. Ihr entscheidender Nachteil: Die Forscher wissen schlichtweg gar nicht, warum die Kombiimpfung erfolgreich war, nachdem sich beide Einzelkomponenten bereits als unwirksam erwiesen hatten. Der bejubelte Erfolg, der sich nur auf Statistik stützt, kann genauso zufällig sein, wie der Zusammenhang zwischen dem Rückgang der Storchenpopulation und dem der Geburtenrate in Deutschland: Die Frage nach dem Ursache-Wirkungs-Zusammenhang bleibt offen. Das allerdings wissen die an der Studie beteiligten, sehr zurückhaltenden Wissenschaftler selbst am besten. Man kann ihnen nicht vorwerfen, sie wollten falsche Hoffnungen wecken. So bleibt es der persönlichen Bewertung überlassen, ob man der Hypothese folgen will, dass ein Schutz vor HIV jetzt prinzipiell möglich sei. Immerhin: Es hat Fälle gegeben, in denen herumprobieren letztlich zum Erfolg geführt hat. Bis dahin bleibt es dabei: Kondome schützen!

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