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Neue Westfälische: Müntefering und die Bruchlandung Disziplin MICHAEL KAISER

    Bielefeld (ots) - Normale Menschen erleiden einen Schock oder legen sich zumindest zuhause aufs Sofa. Franz Müntefering macht Termine. Nicht ganz so, als wäre nichts gewesen - so hart ist der Sauerländer nun auch wieder nicht -, aber unbeirrt und munter zieht der Politprofi nach der Bruchlandung sein Wahlkampfprogramm durch. Ein wenig blass vielleicht, aber mit fester Stimme - die personifizierte Standhaftigkeit. So soll es wirken. Für die Kameras. Für die Genossen. Für die Wähler. Wie es innen wirklich aussieht in dem 69-Jährigen, der gerade eine überaus heikle Situation der Luftfahrt heil überstanden hat, lässt sich nur erahnen. Man muss wohl so viele Auf und Ab erlebt und politisch überlebt haben wie der SPD-Vorsitzende, um dieses immense Maß an Disziplin aufzubringen. Das hat gestählt, hat ihn gelehrt, hart zu sein nicht nur gegen andere, sondern auch sich selbst. Öffentlich Schwäche zeigen sollen andere. Müntefering kann auch gar nicht anders. In zwei Wochen wird gewählt. Da gibt es keine Notrutsche und keinen Schaumteppich. Münte wird sich wünschen, auch dann sagen zu können: Ist ja noch mal gutgegangen.

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