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Neue Westfälische: Personalwechsel bei der Bahn Neuanfang BERNHARD HÄNEL

    Bielefeld (ots) - Erfahrung im Zusammenspiel mit der Politik, Fingerspitzengefühl im Umgang mit Beschäftigten und Gewerkschaften, Führungsqualitäten an der Spitze eines Monopolunternehmens, so lauten einige der Anforderungsprofile des Nachfolgers von Hartmut Mehdorn. Das und noch mehr soll Rüdiger Grube erfüllen. Eine Herkules-Aufgabe. Wie die Bahn tickt, welche Wegstrecke Unternehmen und Mitarbeiter hinter sich haben, kann Grube in einem kleinen Büchlein lesen, das Mehdorns hartnäckigster Widersacher Manfred Schell geschrieben hat. Auf 226 Seiten ("Die Lok zieht die Bahn") hat der Held der Lok-Führer aufgezeichnet, woran die Bahn krankt. Sie hat eine Unternehmensunkultur. Natürlich ist Schells Analyse höchst subjektiv. Doch selbst wenn der Gewerkschafter im Ruhestand nur die halbe Wahrheit erzählt, könnte Grube Angst und Bange werden. Die Kungelei zwischen Bahn-Vorstand und Gewerkschaft Transnet, kulminiert in dem anrüchigen Aufstieg von Norbert Hansen zum Personalvorstand, hat das Klima im Unternehmen vergiftet. Grube wäre gut beraten, wenn er mit den Mitarbeitern einen Neuanfang wagte. Wenn er sie an seiner Seite weiß, kann er sich gewiss leichter gegen die Begehrlichkeiten der Politik stemmen. Bleibt die Kundschaft: Sie wünscht sich nichts sehnlicher als König behandelt zu werden und nicht als stete Melkkuh für die angestrebte Börsenfähigkeit des Unternehmens Bahn.

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