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Neue Westfälische: Parteitag der NRW-Linken in Essen Was das Herz begehrt PETER JANSEN

    Bielefeld (ots) - Im Leitantrag ihres Parteivorstands und in der Rede ihres Bundesvorsitzenden Oskar Lafontaine bekamen die Delegierten des Parteitags der NRW-Linken in Essen all das serviert, was das linke Herz begehrt und an die Zeit erinnert, als die Arbeiter noch Ballonmützen trugen und die Gewerkschaften zum Generalstreik aufriefen. Die Banken sollen verstaatlicht, den Reichen vier Fünftel ihres Einkommens weggesteuert und den armen Hartz-IV-Empfängern gegeben werden. Das verbreitete Unbehagen und die Unsicherheit in einer weltweiten Wirtschaftskrise, Ärger und Unverständnis in der Bevölkerung über milliardenschwere staatliche Schutzschirme für Banken, die sich in ihrer Geldgier verzockt haben, nutzt Lafontaine für seine radikalen Forderungen, von denen er selbst weiß, dass sie niemals realisiert werden können. Auf ihrem Kongress in Essen hat sich die NRW-Linke als reine Protestpartei präsentiert, der es wichtiger ist, die Erwartungen ihrer Klientel zu erfüllen als realistische Politikkonzepte vorzulegen. Lafontaine versicherte, man sei bereit, Sozialdemokraten zu Regierungschefs zu wählen und sich an SPD-Regierungen zu beteiligen. Doch weder die SPD noch Grüne können ernsthaft in Erwägung ziehen, ein rot-rot-grünes Regierungsbündnis mit einer so hemmungslos links-populistischen Partei zu bilden.

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