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Ostsee-Zeitung: Kommentar zum Hitzechaos bei den ICE-Zügen der Bahn

Rostock (ots) - Der Klimawandel als Sündenbock setzt nun allem die Krone auf, was bisher an Entschuldigungen in die Welt gesetzt wurde, wenn mal wieder am pannenträchtigen Paradezug etwas aus dem Ruder lief. Natürlich ist die Bahn nie selbst schuld. Wartung? Alles prächtig, findet Personenverkehrs-Vorstand Ulrich Homburg. Glaubt kein Mensch mehr, spätestens seit die Bahn erst vom Eisenbahnbundesamt gezwungen werden musste, die Untersuchungsintervalle für die ICE-Radsätze auf ein Zehntel zu reduzieren. Ausfälle der ICE im Winter, weil es zu kalt ist, Ausfälle im Sommer, weil es zu warm ist - man fasst es nicht: Entweder die Züge sind gar nicht tauglich für auch nur halbwegs aus dem Normalen fallende Wetterlagen, oder mangelnde Wartung führt zum Desaster. Vermutlich ist es eine Mischung aus beidem. Darunter leiden müssen die Fahrgäste - und auch die Bahnbediensteten im Zug, denen sie manch hitziges Wortgefecht liefern. Wenn sie noch dazu in der Lage sind. Der neue Bahnchef Grube wollte alles besser machen und den Ruf der Bahn wieder aufpolieren. Er könnte langsam damit beginnen.

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