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Ostsee-Zeitung: Kommentar zum Kommandowechsel in Afghanistan

Rostock (ots) - Tatsache ist, dass die Großoffensive im Süden des Landes stecken geblieben ist. Derzeit kommen so viele alliierte Soldaten um wie noch nie in einem vergleichbarem Zeitraum. Nach wie vor gibt es die meisten Opfer unter der Zivilbevölkerung. Der Widerstand der Taliban bleibt ungebrochen. Nun soll Heeresgeneral Patraeus das Ruder mit der gleichen Strategie herumreißen. Also mit massivem Bodentruppeneinsatz Gebiete von Aufständischen befreien, diese zunächst halten und unter afghanischer Regie aufbauen. Warum sollte das plötzlich klappen, da am Hindukusch Misstrauen und Unkenntnis, Widerwille und Widerstand nach wie vor vorhanden sind? Patraeus werden im Gegensatz zu seinem Vorgänger diplomatische Fähigkeiten nachgesagt. Inwiefern das angesichts des Primats des Militärs hilfreich sein kann, ist unklar. Denn die dringend notwendige zivile Aufbauhilfe spielt eine nachgeordnete Rolle.

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