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Ostsee-Zeitung: OSTSEE-ZEITUNG zu Missbrauch in der Kirche

Rostock (ots) - Die Diskussion um den Zölibat als das auslösende Moment für Kindesmissbrauch ist Unfug. Ein Nebenkriegsschauplatz, von wem auch immer eröffnet, auf dem derzeit jedermann gefragt oder ungefragt mit teilweise hanebüchenen argumentativen Keulen um sich drischt. Sexuelle Obsessionen sind so alt wie die Menschheit an sich, schon die alten Griechen waren jungen Knaben und Mädchen zugetan - da war von der katholischen Kirche weit und breit noch nichts zu sehen. Überall dort, wo Erwachsene mit Kindern zu tun haben, lauert die Missbrauchsgefahr. Sie war und ist ein gesellschaftliches Problem, quer durch alle Institutionen wie Kindergärten, Sportverein etc. Eine signifikante Häufung unter dem Zeichen des Kreuzes hat noch niemand bewiesen. Die jetzige Diskussion offenbart dagegen das größte Problem der katholischen Kirche: sie selbst, ihre Selbstdarstellung. Noch immer Staat im Staate, geübt im Vertuschen und Verschweigen; trotz aller Beteuerungen, mehr Öffnung und Offenheit anzustreben, haftet ihr etwas Geheimbündlerisches an. Und dann rückt noch der Regensburger Bischof die Bundesjustizministerin in die Nähe der Pädophilie - dass diese Kirche der Gesellschaft bei der Bewältigung ihrer Probleme wirklich hilfreich sein kann, dazu gehört ein wirklich fester Glaube. Pressekontakt: Ostsee-Zeitung Thomas Pult Telefon: +49 (0381) 365-439 thomas.pult@ostsee-zeitung.de Original-Content von: Ostsee-Zeitung, übermittelt durch news aktuell

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