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Ostsee-Zeitung: Kommentar zu Schiedsrichter-Affäre beim DFB

Rostock (ots) - Das Image von DFB-Präsident Theo Zwanziger hat tiefe Kratzer. Erst der Wettskandal. Dann die kläglich gescheiterten Vertragsverhandlungen mit Joachim Löw. Und nun der Fall des Schiedsrichters Amerell. Zwanziger ist mitten drin im Schlamassel. Er will es nur nicht zugeben. Der DFB-Boss sagt, er wolle mit dem (Tabu-)Thema klar, offensiv und transparent umgehen. Offensichtlich ist aber, dass er das Problem schnell "beerdigen" möchte. Verständlich, dass der DFB keine öffentliche Diskussion über sexuelle Neigungen seiner Referees führen will. Generell sind sie nicht von Belang. Doch weil zwischen Amerell und Kempter im sportlichen Bereich ein Abhängigkeitsverhältnis bestand, ist es eben keine Privatangelegenheit mehr. Der Fall hat Ausmaße erreicht, die nicht mehr zu verschleiern sind. Lange hat der Verband versucht, die Geschichte zu deckeln. Noch immer will Zwanziger sie als Privatsache deklarieren. So geht das aber nicht. Sollte sich bewahrheiten, dass Amerell Kollegen sexuell genötigt hat, muss es beim DFB Konsequenzen geben. Wer hat was, wann gewusst und geschwiegen? Mit der Vogel-Strauß-Politik ist die Affäre nicht aus der Welt zu schaffen. Zwanziger sagt es selbst: Transparenz führt zur Aufklärung. Also bitte! Pressekontakt: Ostsee-Zeitung Jan-Peter Schröder Telefon: +49 (0381) 365-439 jan-peter.schroeder@ostsee-zeitung.de Original-Content von: Ostsee-Zeitung, übermittelt durch news aktuell

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