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Ostsee-Zeitung: Kommentar zum Bildungsgipfel

    Rostock (ots) - Mehr Geld für die Bildung - bei Politikern ist das ein Hit. Keine Grundsatzrede und kein Wahlprogramm ohne diesen Ruf. Die Kluft zwischen den hehren Bekenntnissen und der Wirklichkeit ist allerdings bizarr. Nehmen wir die Länder, die jetzt die Gunst der Stunde nutzen und dem Bund zusätzliche Milliarden abpressen. Haben sie sich nicht die Bildung im Rahmen der Föderalismusreform weitgehend als ihre ureigene Aufgabe im Grundgesetz festschreiben lassen? Und die Bundesregierung? Ihr sind erst einmal Steuerrabatte für Hotels und Erben das Wichtigste. Auch ein höheres Kindergeld ist ihr heilig. Sicher, viele Eltern können das Geld gut gebrauchen. Aber wäre es nicht in einer besseren Ausstattung von Schulen und Hochschulen sinnvoller angelegt? Es wird viel geheuchelt, wenn von Bildung als Aufgabe Nummer eins die Rede ist.

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