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Ostsee-Zeitung: OSTSEE-ZEITUNG Rostock zu Jung

    Rostock (ots) - Das unrühmliche Ende Franz Josef Jungs ist auch für Angela Merkel ein Schlag ins Kontor. Gerade einmal vier Wochen ist die neue Regierung im Amt, da bricht schon eine Affäre über sie hinein mit einer Kabinettsumbildung und einem Untersuchungsausschuss. Einen so schlechten Start dürfte noch keine Bundesregierung gehabt haben. Merkel hat sich diese fettspritzende Suppe teilweise selbst eingebrockt. Sie hat Jung zum Arbeitsminister berufen, obwohl seine Schwächen erkennbar waren - spätestens seit der hilflosen Reaktion auf den Bombenschlag von Kundus. Hier fehlte das glückliche Händchen bei Personalentscheidungen, das der Kanzlerin sonst nachgesagt wird. Mit dem Wechsel von Ursula von der Leyen ins Arbeitsministerium und der Beförderung der unbekannten Kristina Köhler zur Familienministerin könnte Merkel diese Scharte ausgewetzt haben. Von der Leyen zählt zu den Aktivposten der Union. Sie wollte eine neue Aufgabe als Gesundheitsministerin, musste aber zurückstecken, weil die FDP den Zuschlag erhielt. Nun bekommt sie ihre Chance. Die Blitzkarriere der 32-jährigen Kristina Köhler soll jungen Frauen imponieren, eine Wählerschaft, in der die CDU bislang nur schwer ankommt. So hat Merkel aus dem Unglück mit dem Namen Jung noch etwas gemacht.

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