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Ostsee-Zeitung: Kommentar zur Rentenprognose

    Rostock (ots) - Die Wirtschaftskrise und die damit einhergehenden Lohneinbußen mindern die künftige gesetzliche Rente je nach Jahrgang um bis zu 194 Euro. So jedenfalls wollen es Mannheimer Forscher errechnet haben. Nun sind Zahlen laut Pythagoras zwar das Maß aller Dinge. Doch schon mit dem Zahlengebäude - nämlich der Statistik - verhält es sich wie mit einem Bikini, wie der amerikanische Wirtschafts-Professor Aaron Levenstein mutig verglich. "Was die Statistik enthüllt, ist vielversprechend, was sie verbirgt, ist wesentlich." Soll heißen: Die Mannheimer Forscher haben wohl maßlos übertrieben, indem sie das zu erwartende Lohnniveau in ihrer Statistik über viele Jahre hinweg nach unten drückten - getreu dem Motto: Nur wer übertreibt, fällt auf. Dennoch bleibt die Gesamtaussage der Berechnung beängstigend. Ganz nach Levenstein: "Was sie verbirgt, ist wesentlich." Nämlich, dass Billiglöhne im Alter arm machen - ob nun mit oder ohne Wirtschaftskrise.

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