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Ostsee-Zeitung: Kommentar zum Wahlkampf

    Rostock (ots) - Die Umfragen, die von einer wegbröckelnden Mehrheit für eine kleine Koalition aus Union und FDP künden, verheißen deshalb mehr Spannung, als sich aufbaut. Sicher: Kommt Westerwelle nicht zum Zuge, bleibt Steinmeier am Hebel. Aber einen richtigen Regierungs- und Politikwechsel wird es kaum geben. Die Vorherrschaft der Union und ihrer Kanzlerin Angela Merkel ist bei dieser Positionierung der SPD nicht in Gefahr.

    Kein Wunder also, dass die Linke weiteren Zulauf hat. So wie die marktliberale FDP im sogenannten bürgerlichen Lager Kontrast zur großkoalitionären Union bietet, so klar grenzt sich die Linkspartei von der von elf Regierungsjahren gezeichneten SPD ab. Lafontaine und Gysi mussten noch keine Kompromisse eingehen, sie müssen sich nicht um das Machbare scheren. Sie können - Beispiel Afghanistan oder Mindestlohn - die einfachen Antworten geben. Solange die Linke nicht den Praxistest bestehen muss, kann sie eigentlich nur gewinnen.

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