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Ostsee-Zeitung: OSTSEE-ZEITUNG (Rostock) zu Olympia:

Rostock (ots) - Trotz der insgesamt 41 Medaillen, die deutsche Sportler in China erkämpften, muss sich die Bundesrepublik als Verlierer fühlen. Der Abwärtstrend wurde nicht gestoppt. Darüber kann die Lobhudelei von Funktionären des Deutschen Olympischen Sportbundes hinwegtäuschen, die bei der Bilanz (Selbst-)Kritik vermissen ließen und stattdessen mit Selbstbeweihräucherung für Verwunderung sorgten. Zur Erinnerung: Die deutschen Leichtathleten waren so schlecht wie seit 104 Jahren nicht mehr. Die Kanuten - mit insgesamt sieben Medaillen noch vergleichsweise erfolgreich - schmerzte die magerste Bilanz seit 24 Jahren. Die Ruderer gewannen erstmals seit 52 Jahren nicht eine einzige olympische Goldmedaille. Statt 49 "geplanter" Medaillen holten deutsche Sportler "nur" 41. Wenn Deutschland der Leistungssport wichtig ist, wenn der allmähliche Absturz in die Bedeutungslosigkeit verhindert werden soll, muss es Reformen geben. Die zentrale Steuerung des Leistungssports, eine großzügige Förderung des Spitzensports, weniger Bürokratie und ein verstärktes finanzielles Engagement der Wirtschaft sind einige passende Schlüssel. Die verantwortlichen Funktionäre und Politiker sollten die Chance zur Selbstdarstellung durch den Sport erkennen. Wenn sie dazu nicht fähig sind, sollten sie für leistungsfähige Leute Platz machen.<QA0> Pressekontakt: Ostsee-Zeitung Harald Kroeplin Telefon: +49 (0381) 365-439 harald.kroeplin@ostsee-zeitung.de Original-Content von: Ostsee-Zeitung, übermittelt durch news aktuell

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