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Ostsee-Zeitung: Handwerkspräsident für Lockerung des Kündigungsschutzes ACHTUNG! SPERRFRIST BIS 29. NOVEMBER 05.00 UHR!

    Rostock (ots) - Vor dem heute (Donnerstag) in Rostock beginnenden Deutschen Handwerkstag verlangte Handwerkspräsident Otto Kentzler eine Lockerung des Kündigungsschutzes. Kentzler sagte der OSTSEE-ZEITUNG: "Der Arbeitsmarkt ist für kleine Unternehmen noch viel zu starr - der Kündigungsschutz darf nach unserer Meinung erst ab 20 oder besser 50 Beschäftigten gelten." Von den rund 950 000 deutschen Handwerksunternehmen werde hohe Flexibilität erwartet. Doch die Hürden des Arbeitsrechts seien zu hoch und die Unternehmen könnten neue Mitarbeiter kaum regulär einstellen. Sie würden deshalb auf Leiharbeit oder Subunternehmer für die anfallende Mehrarbeit zurückgreifen, erklärte Kentzler. Bisher gilt lediglich in kleinen Firmen unter zehn Beschäftigten kein Kündigungsschutz. Handwerkspräsident Kentzler, seit 2003 an der Spitze des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH), steht heute (Donnerstag) in Rostock zur Wiederwahl. Es gibt keine Gegenkandidaten. In der Rostocker Stadthalle werden etwa 300 Vertreter des Deutschen Handwerks, von den 54 Handwerkskammern, sowie den 38 Fachverbänden erwartet. Morgen (Freitag) spricht Bundeskanzlerin Angela Merkel vor dem Handwerkstag. Am Sonnabend wird Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) auf dem Verbandstag erwartet. An diesem Tag findet auch die Auszeichnung der besten Lehrlinge im Leistungswettbewerb des deutschen Handwerks statt. In 947 400 Handwerksbetrieben arbeiten derzeit rund 4,8 Millionen Menschen. In diesem Jahr rechnet der ZDH mit 30 000 zusätzlichen Stellen. Das vollständige Interview mit Otto Kentzler erscheint morgen in der OZ.

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