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Weltweite Nothilfe: ASB-Team nun WHO-zertifiziert

Weltweite Nothilfe: ASB-Team nun WHO-zertifiziert
Das ASB-Nothilfeteam wurde am 13. und 14. Juni 2017 von der WHO als medizinisches Notfallteam klassifiziert. Damit erfüllt es die hohen Anforderungen der Weltgesundheitsorganisation, um nach Katastrophen medizinische Hilfe zu leisten. Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/6532 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle ...

Köln/Frankfurt (ots) - Der ASB hat sein Schnelleinsatz-Team für Auslandseinsätze durch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) erfolgreich klassifizieren lassen. Als erstes Team europaweit hat es die Prüfung in der Kategorie "Emergency Medical Team 1" (EMT 1) bestanden und gehört damit zu den ersten europäischen Nichtregierungsorganisation, die den WHO-Klassifizierungsprozess erfolgreich durchlaufen haben.

Damit können die First Assistance Samaritan Teams (FAST) des ASB künftig in Katastrophenfällen, die von der WHO koordiniert werden, eingesetzt werden. Mit "EMT 1" sind medizinische Nothilfeteams klassifiziert, die aus 20 Einsatzkräften bestehen und bei Naturkatastrophen medizinische Soforthilfe leisten. Die fachkundigen und für den Auslandseinsatz ausgebildeten Freiwilligen des ASB arbeiten dabei weitgehend autark.

"Wir haben gesehen, dass das Team die hohen Standards einhält und gratulieren dazu", sagte Dr. Ian Norton, Leiter des EMT-Klassifizierungsprozesses bei der WHO. Gemeinsam mit sechs weiteren WHO-Mitarbeitern hat der Experte die Prozesse und Standards des ASB-FAST am 13. und 14. Juni in Frankfurt am Main und Darmstadt geprüft. Insbesondere die Wasseraufbereitung des Teams hob Norton lobend hervor. "Eure Erfahrung ist beeindruckend und ich hoffe, Ihr bringt sie mit in die gemeinsame Arbeit ein."

Einen Dank für die Unterstützung an das Team der WHO und an die FAST-Gruppe sprach ASB-Bundesvorstand Ludwig Frölich aus. "Die WHO-Klassifizierung ist wichtig für uns, denn wir setzen uns für hohe Standards in der Katastrophenhilfe ein", sagte Frölich, der sich selbst als FAST-Freiwilliger engagiert. "Wir freuen uns sehr und sind stolz darauf, künftig unter Regie der WHO eingesetzt zu werden."

Eineinhalb Jahre dauerte die Vorbereitungszeit für die erfolgreiche WHO-Klassifizierung. Eine der Anforderungen der Weltgesundheitsorganisation ist die ressourcenschonende Versorgung des eigenen Personals während der Einsätze. Da das FAST auf zehn Jahre Erfahrung in Sachen Trinkwasseraufbereitung zurückblickt, wurde dieses Modul mit dem medizinischen Team zusammengebracht, um die Wasserversorgung der eigenen Mitarbeiter mit eigenständig zu gewährleisten. "In Bezug auf die medizinische Versorgung haben wir unser Spektrum erweitert, damit wir nun noch schneller in den Einsatz gehen können", erklärte Nina Stücke. Beim ASB ist sie für die Schnelleinsatz-Teams verantwortlich, zu denen 120 Freiwillige aus ganz Deutschland zählen.

Hintergrund:

Die EMT-Standardisierung der WHO soll in Zukunft den Zugang zu Katastrophengebieten besser koordinieren und so Menschenleben retten. Das System sieht drei Stufen vor: EMT 1-Teams haben mindestens drei Ärzte sowie neun Rettungsassistenten und versorgen täglich mindestens 50 Patienten. Der EMT 2-Standard sieht einen mobilen Operationssaal und 20 Betten für die stationäre Aufnahme vor, Teams mit EMT 3-Zertifizierung verfügen über ein mobiles Krankenhaus mit mehreren Operationssälen und einer Intensivstation. Die Zertifizierung wurde im Zuge des Erdbebens 2010 in Haiti eingeführt, als Hilfsorganisationen zum Teil unkoordiniert im Land aktiv wurden.

Die First Assistance Samaritan Teams (FAST) sind ein Soforthilfeinstrument der ASB-Auslandshilfe. Nach Katastrophen oder Konflikten leisten die Mitglieder des FAST weltweit humanitäre Hilfe in den Bereichen Trinkwasser und medizinische Versorgung. ASB-Mitarbeiter aus ganz Deutschland engagieren sich freiwillig in den FAST-Teams. Sie werden für den Auslandseinsatz umfassend ausgebildet. Zuletzt war das FAST in Haiti (2017, 2016, 2010), Bosnien-Herzegowina (2014), den Philippinen (2013), dem Nordirak (2012) und Sumatra/Indonesien (2009) im Einsatz.

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