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Ehemals bester Freund des IS-Terroristen Denis Cuspert live bei stern TV: "Denis wird nicht nach Deutschland zurückkehren."

Köln (ots) - "Er war schon immer ein Mensch, der das, was er machen wollte, radikal gemacht hat", erklärte Inan S., langjähriger Freund des IS-Terroristen Denis Cuspert live bei stern TV.

Dass Cuspert für Terroranschläge nach Deutschland zurückkehren könnte, schließt Inan S. aus: "Ich weiß, dass er diesen Schritt, den er gemacht hat, durchziehen wird. Auch mit dem Wissen, dass er dort sterben kann. Und er wird wahrscheinlich dort sterben. Er wird aber niemals in Betracht ziehen, noch mal zurückzukommen."

Vom "Gangsta-Rapper" zum Dschihad-Prediger

Zuvor hatte stern TV über den deutschen IS-Terroristen Denis Cuspert berichtet. Vor drei Jahren verließ der ehemalige "Gangsta-Rapper" seine Heimat Berlin, um in den Dschihad zu ziehen. Heute gilt er als der deutsche Propagandist der Terrormiliz "Islamischer Staat". Der Ex-Rapper, bekannt unter dem Namen "Deso Dogg", ist Verfasser professionell inszenierter IS-Propaganda-Videos im Internet. Unter dem Namen "Abu Talha Al Almani" ruft er seine deutschen Glaubensbrüder regelmäßig zu Gewalt und Krieg gegen die "Ungläubigen" sowie Anschlägen in Deutschland auf. Bei einer kürzlich veröffentlichten Video-Botschaft zeigte sich Cuspert bei Enthauptungen in Syrien und beging darin Leichenschändung.

Inan S. kennt Denis Cuspert seit er 19 Jahre alt ist. 20 Jahre lang war er sein bester Freund. Wie sein Kumpel zum IS-Terroristen werden konnte, ist für ihn unbegreiflich: "Dieser Mensch, der er jetzt ist, den kenne ich nicht. Es ist schwer, damit klarzukommen, dass er diesen Weg eingeschlagen hat und dass ich ihn wahrscheinlich nie wieder sehen werde", erklärte er im stern TV-Interview.

Mit 19 lernen sich Inan S. und Denis Cuspert kennen. Beide sind Mitglieder in Berliner Jugendgangs. Sie werden Freunde. 1999 beginnt Cuspert Musik zu machen. Unter dem Namen "Deso Dogg" rappt er über Gewalt, Drogen und Waffen. Doch der große Erfolg bleibt aus. In dieser Zeit landet er immer wieder im Gefängnis - unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung. Dort wendet er sich dem Glauben zu.

2007 bekennt sich Denis Cuspert öffentlich zum Islam. Drei Jahre später steigt der vorbestrafte Rapper aus der Musikszene aus und rutscht endgültig in die radikal-islamistische Salafistenszene ab. 2012 kehrt Cuspert Deutschland den Rücken und reist über Ägypten nach Syrien.

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