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stern TV - Mittwoch, 14.01.2015, 22:15 Uhr - live bei RTL, Moderation: Steffen Hallaschka

Köln (ots) - Deutsche IS-Kämpfer: Wie groß ist die Terrorgefahr in Deutschland?

"Das ist nicht mehr mein Kind", sagt Andrea S. über ihren Sohn Patrick. Seit mehr als einem Jahr kämpft er in Syrien für den "Islamischen Staat" (IS). Vor fünf Jahren konvertierte er zum Islam und rutschte schnell in die Salafistenszene. Weshalb sich ihr Sohn radikalisierte, kann sich Andrea S. nicht erklären. Sporadisch halte ihr Sohn per SMS und Telefon zu ihr Kontakt. 7000 Salafisten soll es laut Bundesamt für Verfassungsschutz derzeit in Deutschland geben, und mindestens 550 deutsche Extremisten sind bereits in die Kriegsgebiete in Syrien und im Irak ausgereist. Doch was passiert, wenn sie zurückkehren? Nach den Anschlägen in Paris und dem Brandanschlag auf die Hamburger Morgenpost am vergangenen Samstag wächst auch in Deutschland die Angst vor dem islamistischen Terror. Robert Baum zog vor zweieinhalb Jahren in den Dschihad, kehrte jedoch nie zurück. Der 2009 zum Islam konvertierte Solinger ist einer von rund 50 deutschen Islamisten, die laut Verfassungsschutz in Syrien und im Irak gestorben sind. Im Dezember 2014 tauchte im Internet ein Video seines vermeintlichen Selbstmordattentats auf. Live bei stern TV spricht Terror-Experte Prof. Peter R. Neumann vom King's College in London über Terrorgefahr in Deutschland, und Andrea S. erklärt, weshalb sie ein Verbot von Infoständen und Kundgebungen der Salafisten fordert.

Ein Jahr nach dem Coming out: Thomas Hitzlsperger spricht live bei stern TV

"Man kann schwul sein und es bis in die Nationalmannschaft schaffen", weiß Thomas Hitzlsperger. Ein Jahr, nachdem er sich öffentlich zu seiner Homosexualität bekannte, hat stern TV den Ex-Fußballnationalspieler getroffen. Im Interview spricht er über sein privates Coming out, sein Leben als schwuler Profifußballer und wie das öffentliches Bekenntnis sein Leben bis heute verändert hat. Damals wollte Hitzlsperger endlich eine öffentliche Diskussion über Homosexualität im Profisport anregen. "Es ist ein Thema, über das man in der Gesellschaft reden muss", sagt er. In einer persönlichen Stellungnahme erklärte er: "Homosexualität wird im Fußball schlicht ignoriert. Denn die Fußballszene begreift sich in Teilen immer noch als Machowelt. Das Bild eines schwulen Spielers wird von Klischees und Vorurteilen geprägt. Und deswegen will sich kaum ein Profisportler dem Druck aussetzen". Wie es ihm ein Jahr nach seinem Coming out geht, was sich seit seitdem getan hat und was sich im Profisport noch ändern muss, erklärt Thomas Hitzlsperger live bei stern TV.

Falsche Hirntod-Diagnose: Wann ist ein Mensch wirklich tot?

Weil ein Organspender womöglich noch lebte, wurde Anfang Dezember 2014 eine OP in einem norddeutschen Krankenhaus abgebrochen. Der Grund: Der Hirntod des Patienten wurde nicht nach den vorgeschrieben Regeln diagnostiziert. Das fiel erst auf, als der Patient auf dem OP-Tisch lag und sein Bauch bereits geöffnet war. Wann ist ein Mensch wirklich tot? Seit langem mahnen Kritiker, dass der Hirntod nicht mit dem Herztod des Menschen gleichgesetzt werden könne. Das sieht auch Karl-Eugen Siegel so. 1991 bricht seine schwangere Frau Gabriele plötzlich auf der Straße zusammen. Sie erleidet eine Hirnblutung und fällt ins Koma. Um der werdenden Mutter bessere Genesungschancen zu geben, raten die Mediziner zu einem Schwangerschaftsabbruch. Karl-Eugen Siegel lehnt diesen jedoch strikt ab. Nach elf Tagen verschlechtert sich der Zustand seiner Frau dramatisch. Die Ärzte diagnostizieren ihren Hirntod. Das ungeborene Kind aber lebt. Die vitalen Funktionen von Gabriele Siegel werden künstlich aufrechterhalten. Das Baby wächst heran. Als es auf die Welt kommt, ist Gabriele Siegel bereits 85 Tage lang hirntot. Doch ihr Mann Karl-Eugen Siegel ist heute noch sicher: "Meine Frau hat bis zur Geburt unseres Sohnes gelebt. Hirntot ist nicht gleich tot". Doch wann ist ein Mensch wirklich tot? Und wer darf ihn überhaupt für tot erklären? Darüber spricht Steffen Hallaschka live mit Experten und Karl-Eugen Siegel.

Wildtierhilfe in Not: Sturm zerstört Auffang- und Zuchtstation

Zerstörte Gehege, Volieren und Ställe, umgestürzte Bäume, entlaufene und verstörte Tiere:Das Gelände der Wildtierhilfe Fiel e. V. liegt seit dem Sturm, der am vergangenen Wochenende wütete, in Trümmern. Dirk und Rosi Fußbahn, die sich mit ihrem Verein Wildtierhilfe Fiel e. V. um verwaiste oder verletze Wildtiere kümmern, sind verzweifelt. Seit Jahren pflegen sie auf ihrem riesigen Hof Tiere gesund, ziehen Tierbabys groß und geben exotischen Tieren aus Beschlagnahmungen oder schlechter Haltung ein neues Zuhause. Jetzt ist die Arbeit der Fußbahns in Gefahr. stern TV hat die Zucht- und Auffangstation besucht. Was jetzt aus den tierischen Schützlingen der Fußbahns wird und was der Verein jetzt am nötigsten braucht, erklärt Dirk Fußbahn live bei stern TV.

Der stern der Woche: Baupanne macht nagelneue Feuerwache unerreichbar

Der Bau einer schicken, neuen Feuerwache sollte der Stolz der saarländischen Gemeinde Kirkel werden. Rund 2,6 Millionen Euro hat das Prestigeobjekt bis zur Fertigstellung gekostet. Doch nutzen kann die Feuerwehr das nagelneue Gebäude leider nicht. Der Grund: Das Niveau der Zufahrt liegt einen halben Meter über dem Straßenniveau - und ist damit für Löschzüge unerreichbar. Feuerwehr und Bürger sind sauer. Aber der Bürgermeister findet die Baupanne gar nicht so schlimm. Der lässt im kommenden Frühjahr einfach die Straße anheben - für schlappe 170.000 Euro. stern TV-Reporter Hinrich Lührssen war so viel Gelassenheit einen "stern der Woche" wert. Was die Verantwortlichen zu diesem teuren Fauxpas sagen - Mittwochabend bei stern TV.

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