PHOENIX

Phoenix-Programmhinweise
Dienstag, 5. Juni 2001

    Bonn (ots) -          20.15 Uhr PHOENIX - Schwerpunkt:     "Pleite-Hauptstadt Berlin"          Sieben Milliarden, so schätzen Finanzexperten, muss Berlin aufbringen, um die Krise der mehrheitlich landeseigenen Bankgesellschaft (BGB) zu meistern. Doch woher sollen die Gelder kommen? Die Regierungsparteien CDU und SPD fordern in beiderseitigem Einvernehmen den Bund dazu auf, ähnlich wie im Saarland und in Bremen Sanierungshilfen zu gewähren, doch Finanzminister Eichel hat bereits abgewinkt. Er ist der Ansicht, die Finanzkrise sei selbstverschuldet.

    Währenddessen wittern die anderen Parteien ihre Chance: Den Rücktritt von Oberbürgermeister Eberhard Diepgen forderten als erste Guido Westerwelle und Günter Rexrodt, FDP, und auch die Oppositionsparteien PDS und Grüne sprachen sich für Neuwahlen aus.          Was muss geschehen, um der Bundeshauptstadt aus ihrer bislang größten Finanzkrise herauszuhelfen? Droht mit dem Bruch der großen Koalition der endgültige Kollaps für Berlin, oder können Neuwahlen einen positiven Umschwung bewirken? Wer sind die Schuldigen dieser Misere?          Diese und weitere Fragen diskutiert Gaby Dietzen u.a. mit Günter Rexrodt, Vorsitzender der FDP Berlin, Gregor Gysi, Bundestagsabgeordneter der PDS, sowie dem Fraktionsvorsitzenden im Berliner Senat, Klaus Wowereit, SPD.               14.00 Uhr Mit Klapprad und Pudelmütze     Der Aufstieg der Bärbel Höhn          Seit BSE hat Nordrhein-Westfalen einen neuen Polit-Star, der sich auch bundesweit gekonnt in Szene setzt: Die Umwelt- und Landwirtschaftsministerin Bärbel Höhn. Mit konsequentem Festhalten an radikalen Ansichten machte sich die Umweltpolitikerin früher Feinde - heute ist sie gefragt wie nie zuvor.

    Bärbel Höhn erklärt sich ihre neue Popularität so: Wenn's um die deutsche Wurst geht, wird Hartnäckigkeit auf einmal sympathisch. Veränderungen an sich selbst kann sie nicht entdecken. Bodenständigkeit - das mögen die Menschen am liebsten an Bärbel Höhn. Eine Karrierefrau, gerade weil sie ihre Klamotten nicht beim Edeldesigner kauft, sondern im Kaufhaus um die Ecke.

    Noch heute geht das politische Schreckgespenst von früher nach wie vor gerne mit dem Kopf durch die Wand, nimmt kein Blatt vor den Mund. Damit ist sie selbst für viele Partei-"Freunde" ein rotes Tuch - so hat Joschka Fischer verhindert, dass sie Landwirtschaftsministerin im Schröder-Kabinett wurde. Realo Fischer und die Linke Höhn - auch persönlich ein Gegensatz: Während Fischer medienwirksam Marathon durch New York läuft, joggt Bärbel Höhn lieber unbeobachtet mit weißer Pudelmütze auf dem Kopf durchs nächtliche Oberhausen.

    Dennoch, die vielen Jahre im Polit-Geschäft zeigen auch bei Bärbel Höhn Spuren: Lange Zeit hat sie jegliches Prominenten-Gehabe abgelehnt, nun scheint sie ihre zahlreichen Auftritte in Talkshows zu genießen. Auch findet man die sonst eher nüchterne Norddeutsche inzwischen schunkelnd im Karneval - auf der Ehrentribüne, wo die ganzen Fernsehkameras stehen.

    Bärbel Höhn - ein Film über eine bodenständige und zugleich ehrgeizige Frau, die sich selbst treu bleiben und gleichzeitig auf die große Karriere nicht verzichten will.     Film von Detlef Flintz und Wilfried Prill (2001)               Wissenschaft und Umwelt     19.15 Uhr Alltagskrankheiten     Geißel Schmerz          Ob Migräne oder Hexenschuss: Jeden Dritten plagen heute Schmerzen. Die Betroffenen klammern sich oft an die Pillenschachtel. Schwere Nierenschäden, Sucht-Erscheinungen und Vergiftungen sind die Folge. Am Beispiel verschiedener Patienten werden Alternativen im Kampf gegen die Schmerzen gezeigt: Schröpfköpfe, Akupunktur, Biofeedback und Massagen.

    Der Film geht auch der Frage nach, ob und wie die Psyche
Verursacher körperlicher Schmerzen ist.
    Film von Rike Fochler und Christian Skalnik (1998)
    
    
    21.00 Uhr Mehr als Geld und Karriere...
    Wie Azubis für's Leben lernen
    
    Karriere, Geld und Spaß: Typische Werte der
Wohlstandsgesellschaft. Wer etwas leistet, dem gilt Anerkennung.
Andererseits: Welchen Wert haben in einer leistungsorientierten
Gesellschaft Solidarität und Empathie? Soziale Werte - wo werden sie
erfahren? Die Stuttgarter Agentur "mehr wert" - eine Einrichtung der
Evangelischen Diakonie - will genau das: Jungen Menschen
Wert-Erfahrungen ermöglichen, die sie in ihrem normalen Alltag nicht
machen. Die Agentur vermittelt Auszubildende in soziale
Einrichtungen. Dort arbeiten sie mit, lernen eine ganz andere Seite
des Lebens kennen, lernen mit Benachteiligten, mit Behinderten, mit
Obdachlosen umgehen - Erfahrungen, die sie in ihrem Beruf als Banker
oder Industriemechaniker nie machen würden. Die jungen Menschen
erleben, wie sie selbst Ängste und Hemmschwellen abbauen können. So
erarbeiten sie sich durch ihre "mehr wert"-Erfahrungen soziale
Kompetenz, üben Toleranz und werden sicherer in ihrem eigenen
Verhalten. Das Projekt wird inzwischen von mehr als 20 Institutionen
- von der katholischen Caritas bis zur Robert Bosch AG - finanziell
unterstützt. Auch das Kultusministerium von Baden-Württemberg
beteiligt sich. Mechthild Rüther begleitet sechs Azubis während ihres
"mehr wert"-Praktikums in Behinderten-Einrichtungen, einer Wohngruppe
für psychisch Kranke und in der Stuttgarter Vesperkirche. Was sich
dabei bei den Jugendlichen tut, wie sie reagieren, wie sie mit ihren
Vorurteilen umgehen - davon erzählt dieser Film.
    Film von Mechthild Rüther (2001)
    
    
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