PHOENIX

PHOENIX Programmhinweis
Mittwoch, 27. September 2000

    Bonn (ots) -          Wirtschaft und Soziales     19.15 Uhr Die Tricks der Weinkritiker          Wie das Geschmackskartell funktioniert          Die Statistiker haben es präzise errechnet: Im Durchschnitt trinkt jeder Deutsche pro Jahr 23 Liter Wein. Damit ist für Mathematiker die Sache erledigt. Für den Gourmet allerdings fängt das Problem eigentlich erst an. Denn die Frage, die in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen hat, ist: Welche 23 Liter sollen es denn sein? Seit in Deutschland ein wachsendes Publikum Sinn für gastronomische Spitzenleistungen entwickelt, boomt auch die Weinkritik. Immer mehr Fachbücher, Wein- und Restaurantführer kommen auf den Markt. Zeitschriften und Lokalblätter erscheinen nicht mehr ohne eine "Gastrokolumne". Und immer geht es um Geschmacksfragen, über die sich eigentlich nicht streiten lässt, an deren Beantwortung aber doch erhebliche finanzielle Interessen liegen. Der Film zeigt, wie Weinkritiker und Weinindustrie Hand in Hand arbeiten , und dass von einer unabhängigen Kritik im Interesse der Weinfreunde nicht die Rede sein kann. Diverse Fälle manipulierter Weinkritik werden vorgestellt. So sind zum Beispiel einige renommierte Weinjournalisten gleichzeitig Agenten in in- und ausländischen Weinregionen und steuern für ihre Kunden die PR-Arbeit. Von Weinhändlern nicht selten praktiziert wird auch der Aufkauf relativ günstig gehandelter Weinlagen. Diese lassen sie dann durch einen bekannten Weinjournalisten "hochschreiben", was die Preise dieser Lagen erheblich steigert.          Dokumentation von Thomas Leif (2000)                    20.15 Uhr Schwerpunkt     Rentenreform - Einigung in Sicht?          An diesem Dienstag wird Arbeitsminister Walter Riester das neue Konzept zur Rentenreform vorlegen. Sicher ist eines: das Niveau der staatlichen Renten wird immer weiter sinken. Der Rentner von morgen muss mit einer Kombination aus betrieblicher und privater Altersvorsorge vorbeugen. Die Opposition hat bereits angekündigt dem Entwurf der Regierung nur zuzustimmen, wenn die Gerechtigkeit zwischen den Generationen gewahrt bleibe. Der Sozialverband VdK warnt, dass die Rente zum Luxusgut werde.

    Was bringt der Entwurf von Minister Riester wirklich? Werden Opposition und Regierung bei den Konsensgesprächen am kommenden Freitag auf einen Nenner kommen? Und wie sieht sie aus, die Rente der Zukunft? Diese und andere Fragen diskutiert Gaby Dietzen mit Ulrike Mascher, Staatssekretärin im Bundesarbeitsministerium (SPD), Horst Seehofer (CDU/ CSU), Walter Hirrlinger, Präsident des Sozialverbandes VdK, und Jörg Tremmel, Stiftung für die Rechte zukünftiger Generationen.

    Interessierte Zuschauer können sich  über PHOENIX-Hotline
01802-8217 und per Fax 01802 8213 an der Diskussion beteiligen.
    
    
    
    21.00 Uhr Aufbruch statt Rente
    Ein Mittelständler geht nach China
    
    Klaus Feilke, mittelständischer Unternehmer aus Bad Honnef,
verdient sein Geld mit den unappetitlichen Seiten des Lebens. Er
produziert und verkauft Gegenstände, mit denen in Kläranlagen
zerkleinert wird, was an grobem Unrat im Wasser schwimmt. Mit seinen
Siebrechen ist er gut im Geschäft. Doch als seine Firma im Winter
1997 25-jähriges Jubiläum feierte, beschloss der damals 65-jährige,
sich nicht etwa aufs Altenteil zu begeben, sondern sein Absatzgebiet
uns seine Tätigkeiten auszudehnen. Er engagierte sich zunächst in
Ostdeutschland - und dann in China. Dort - so meint er - tut sich ein
riesiger Markt auf, denn die ca. 1,3 Milliarden Chinesen produzieren
weit mehr Schmutz und Abwässer als seine hiesigen Kunden. Klaus
Feilke gründete ein sogenanntes "joint venture", eine
Gemeinschaftsfirma zusammen mit chinesischen Privatleuten. Die
Langzeitbeobachtung macht deutlich, wie schwierig es ist, die
Mentalität der chinesischen Partner richtig einzuschätzen und das
angepeilte Ziel zu erreichen. Noch ist keine einzige Maschine in
China hergestellt worden, keine einzige Bestellung eingegangen. Doch
Klaus Feilke gibt nicht auf.
    
    Ein Film von Claudia Schrader und Ernst-Michael Wingens
    
    
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