PHOENIX

PHOENIX Sommerprogramm
Montag, 14. August 2000

    Bonn (ots) -
    
    14. 00 Uhr Kanzler - Der Patriot
    Helmut Kohl
    
    Als Helmut Kohl 1982 durch ein konstruktives Misstrauensvotum an
die Macht kam, stand seine Popularität weit im Schatten seines
Vorgängers.
    Es mangelte nicht an Spöttern, die den Pfälzer als Kanzler des
Übergangs sahen. Mit Hohn bekam er jeden Ausrutscher quittiert.
Tatsächlich aber wurde Kohl Akteur einer welthistorischen Wende: Er
durfte das geteilte Land vereinen und regierte 16 Jahre. Das
Filmporträt wirft einen Blick hinter die Kulissen des entscheidenden
Zeitraums 1989/90. In dieser bewegenden Zeit finden sich alles
Aspekte, die Kohls politische Laufbahn bestimmten. Ebenso sein
Verständnis von Macht, sein patriarchalischer Regierungsstil und die
dominierende Stellung in seiner Partei. Die Wende bescherte Kohl eine
weitere Kanzlerschaft im vereinten Deutschland. Kohl trieb die
Wiedervereinigung sowohl innen- wie auch außenpolitisch voran -
vielen Bedenken zum Trotz. Politisch mehrmals tot gesagt, wurde Kohl
gleichwohl der am längsten amtierende Regierungschef der
Bundesrepublik. Mit Beharrlichkeit und Stehvermögen entwickelte sich
der oft Unterschätzte zu einem international anerkannten Staatsmann,
der sich am liebsten als Kanzler zweier Vereinigungen sieht, der
deutschen und der europäischen. Die Autoren haben neben dem
Alt-Bundeskanzler seine politischen Wegbegleiter interviewt wie z. B.
Wolfgang Schäuble, Michail Gorbatschow, Hans-Dietrich Genscher und
James Baker, aber auch Gegenspieler in der Partei wie Kurt Biedenkopf
und seinen Nachfolger  Bundeskanzler Gerhard Schröder.
    
    Porträt von Guido Knopp und Stefan Brauburger
    
    
    14.45 Uhr Themenschwerpunkt
    Die Kohl-Rolle - 1. Teil
    Eine öffentliche Biografie - Fernsehdokumente aus 30 Jahren Kohl
    
    Helmut Kohls erste Fernsehauftritte reichen zurück in die 60-er
Jahre. In den folgenden Jahrzehnten wurde er zu einer dominierenden
Figur nicht nur in der politischen sondern auch in der
Medien-Landschaft. So machte sich Kohl auch zum "Fernseh-Kanzler".
Kaum ein Tag verging, an der er nicht auf irgendeinem Kanal zu sehen
war, kaum eine Woche ohne Interviews oder Talkrunde mit ihm. Ein
Destillat daraus ist diese filmische Zusammenstellung. 30 Jahre
Fernseh-Kohl - das sind 30 Jahre Interviews, Statements, Streit- und
Kamingespräche. Das sind 30 Jahre Kohl als öffentliche Person. "Die
Kohl-Rolle" präsentiert in Originalton den Parteimann, den
Privatmenschen, den Kämpfer, den Ministerpräsidenten, den
Männerfreund und Journalistenfeind, den Kanzler und den Partei- und
Ehrenvorsitzenden - eine einmalige TV-Bilanz zum Ende einer-Ära.
    
    Zusammengestellt von Anja Reschke und Justus Kaufhold (2000)
    2. Teil  morgen, 15. August, 14.45 Uhr.
    
    
    20.15 Uhr Bis zum letzten Tropfen - Der Kampf ums Wasser
    1. Kenia: Die feindliche Oase
    
    
    Mitte Juni, wenn es trocken wird, müssen sich die Samburu in den
Kenianischen Bergen gegen die Wasserräuber wehren. Banden vom Volk
der Rendille oder Turkana kommen dann aus der Chalbi-Wüste, um die
Brunnenstollen zu erobern, dich sich die Samburu mühevoll in die
ausgetrockneten Flussbetten gegraben haben. Die Samburu sind
Verlierer im ewigen Kampf um das lebensnotwendige Nass, der in
Nordkenia bis auf Messer ausgetragen wird. Ein halbes Dutzend
Nomadenvölker machen sich hier gegenseitig den Zugang zu den weinigen
Brunnen streitig. Auch um das Wasser des Turkana-Sees fließt Blut.
Hier sitzen die streitbaren Turkana-Nomaden, sie teilen freiwillig
weder Wasser noch Weiden. Wo durch Entwicklungshilfe eine dauerhafte
Wasserversorgung möglich wurde, siedeln sich die Wanderhirten an.
Wenn die Nomaden sesshaft werden und ihre Herden vergrößern, reicht
das dünne Gras bald wieder nicht aus.  Überweidung zerstört die
Nahrung. Mit der nächsten Dürre kommt dann neben dem Durst  auch der
Hunger für Tiere und Menschen.
    
    Dokumentation von Peter Kunz
    
    Foto kann abgerufen werden unter: www.ard-foto.de oder unter den
Telefonnummern der Bildredaktion: 0221 - 220 : 4405 und  2408
    
    
    Fünf neue Folgen
    21.00 Uhr Frankfurt Airport
    2. Staffel. 1. Folge: Bombe oder Schminke
    
    Auch in der zweiten Staffel der dokumentarischen Serie geht es um
authentische Geschichten von Menschen, für die der Flughafen Teil
ihres Lebens ist. Es sind Geschichten aus der großen weiten Welt, und
es sind Geschichten über die Gestrandeten der
Hochgeschwindigkeitsgesellschaft. Es geht um Komisches und
Tragisches, um Widersprüchliches und Überraschendes.
    
    Die vergessene Bombe - Wenn etwas schief geht, muss sie es sofort
in Ordnung bringen, egal worum es geht: Edite da Silva ist
Troubleshooterin am Frankfurter Flughafen. Himmlische Gerichte - Wer
diesen in Hummer panierten Steinbutt essen will, muss schon etwas
tiefer in die Tasche greifen - First Class für 15.000 Mark  nach
Hongkong beispielsweise. Flucht nach Frankfurt - Männer, Frauen,
Kinder aus allen Ecken dieser Welt. Stacheldraht, verriegelte Fenster
und verschlossene Türen hindern sie an der Flucht. An die frische
Luft dürfen sie nur unter Bewachung. Asylbewerber, die
"Flughafenverfahren" durchlaufen. Aber für viele ist die
Flughafenunterkunft Endstation ihrer Flucht .Hier arbeitet die
Sozialarbeiterin Frauke Omoruyi-von Stein. Der Jumbo-Doktor. Sein Ruf
ist legendär. Jumbos aus aller Welt kommen zu ihm, damit er all ihre
kleinen Wehwehchen und großen Schrammen kuriert. Bob Matthews und
seine Crew warten und reparieren Flieger.
    
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