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Schauspieler Wolfgang Stumph will weiter für Unicef arbeiten

    Bonn (ots) - Der Schauspieler und Kabarettist Wolfgang Stumph will trotz des Spendenskandals in der Führung von Unicef-Deutschland weiter als Botschafter für das Kinderhilfswerk arbeiten. Das sagte er in der PHOENIX-Sendung "Im Dialog" (Ausstrahlung heute 24 Uhr und Sonntag, 11.15 Uhr). Seinen Schritt begründete er mit der Not der Menschen, die er bei Besuchen in Indien und Äthiopien gesehen habe. Auch wenn es bei Unicef Leitungsschwächen gebe, in der Logistik etwas nicht stimme und die Kritik an den Menschen in den Leitungsfunktionen berechtigt sei, "dann bleiben der Hunger, die Not und die Sorgen der Leute", so Stumph. "Am meisten haben die Ehrenamtlichen darunter zu leiden, die an der Basis die Arbeit leisten", sagte der Schauspieler. Allerdings habe ihn "sehr stark erschüttert", dass jemand "15 Prozent Provison einsteckt, wenn er Geld für einen humanistischen Zweck vermittelt". Für eine menschlichen Geste sei ihm dies "zu marktwirtschaftlich gerechnet". Wörtlich fügte Stumph hinzu: "Ich würde mich schämen zu sagen, für so eine Leistung kriege ich 15 Prozent - nein, ich hätte es gespendet". Bei seinem jüngsten Besuch in Äthiopien mit seiner Tochter habe er "so richtig beschämend festgestellt", wie kleinkariert die Diskussion sei, "ob man jetzt für Unicef spendet oder nicht". Wenn man die Sorgen und Nöte vor Ort sehe und wie notwendig die Hilfe der reichen Deutschen und Europäer sei, erkenne man, "wie beschämend klein unsere Sorgen sind und wie wir auf hohem Niveau jammern.".

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