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DOSB-Präsident Bach: Sport kann nicht Menschenrechtsfragen in China lösen, die auch die UN nicht lösen kann
"Olympische Spiele tragen zur Öffnung des Landes bei"

    Bonn (ots) - Der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), Thomas Bach, hat die Vergabe der Olympischen Spiele 2008 an China verteidigt. In der PHOENIX-Sendung "Im Dialog" (Ausstrahlung heute Nacht, 24 Uhr) sagte er auf die Frage, ob die Vergabe der Spiele an Peking eine gute Idee gewesen sei: "Es war eine gute Idee für die chinesische Gesellschaft, weil diese Spiele zur Öffnung des Landes beitragen." Man könne nicht verlangen, dass mit der Vergabe der Olympischen Spiele plötzlich all das an Problemen im Bereich der Menschenrechte gelöst werde, das vorher die Vereinten Nationen, die EU sowie Groß- und Mittelmächte nicht erreicht hätten. "Wir haben Fortschritte erreicht, aber Sie können nicht vom Sport die Lösung aller Probleme erwarten", so der IOC-Vizepräsident. "Wir würden in China nicht neue Richtlinien für Journalisten haben mit sehr viel freier Berichterstattung als noch vor einigen Monaten, wenn dort nicht die Spiele stattfinden würden. (...) Aber vom Sport zu erwarten, er könne Menschenrechtsfragen lösen, die nicht einmal die Vereinten Nationen zu lösen im Stande sind, das ist ein bisschen viel erwartet." Die Vergabe der Spiele an Peking sei für die olympische Idee gut, "weil damit das bevölkerungsreichste Land der Erde ganz nah an die Olympischen Spiele herangeführt wird." Zudem sei mit der Vergabe ein Bildungsprogramm in China verbunden, "das etwa 400 Millionen Schüler erreicht und sie mit den Werten, die wir mit Olympia verbinden, vertraut macht", sagte Bach.

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