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Digitalisierung und Sicherheit bewegen die Mobilität der Zukunft / VdTÜV startet neue Kampagne zu #mobilitaet-bewegt

Berlin (ots) - Die weltweite WannaCry Ransomware - Attacke hat hunderttausende von Rechnern und Computersysteme infiziert. Solche Attacken zeigen, dass künftig einheitliche IT-Security Standards auch in digital vernetzten Fahrzeugen implementiert werden müssen. Nur so können bestehende Lücken aktiv reduziert werden. Dies ist das Fazit der Mobilitätsexperten des Verbandes der TÜV, das sie in ihren jüngst veröffentlichten Positionen und der Kampagnenwebsite www.vdtuev.de/mobilitaet-bewegt ziehen.

Die Mobilität befindet sich in einer bedeutenden Umbruchphase. Diese ist geprägt durch neue Anbieter innovativer Dienstleistungen und die Verschmelzung physischer Komponenten mit digitalen Systemen. Die gestiegenen Anforderungen an den Klimaschutz erfordern eine multimodale und verkehrssektorenübergreifende Betrachtung der Mobilität nach ökonomisch sinnvollen und ökologisch verantwortungsbewussten Maßstäben. Die TÜV-Unternehmen bieten mit ihren Dienstleistungen für Staat, Wirtschaft und Verbraucher den entscheidenden Mehrwert, neue Technologien und Geschäftsmodelle für intelligente digitale Mobilität zu entwickeln und für umfassende Sicherheit in der Mobilität zu sorgen.

Regeln für IT-Security und Datenschutz

Um die Chancen durch den technologischen Fortschritt zu nutzen, muss der Gesetzgeber für die notwendigen Rahmenbedingungen sorgen. Dabei stehen die Themenkomplexe "IT-Security" und "Datenschutz" im Vordergrund. Erpressungsszenarien wie im aktuellen Fall der WannaCry Ransom-Attacke können mit Angriffen auf digitale Fahrzeugsysteme das öffentliche Leben lahm legen, wenn keine verbindlichen Vorgaben und Normen zur Implementierung einheitlicher IT-Security-Standards festgelegt werden. Diese können helfen, bereits heute bestehende Lücken in der IT-Sicherheitsarchitektur digital vernetzter Fahrzeuge aktiv zu reduzieren. Zudem dürfen die Anwender datenbasierter Dienstleistungen im Fahrzeug nicht zum reinen Objekt der Technik werden. Sie müssen ganz bewusst entscheiden können, welche Daten sie preisgeben und was mit ihren Daten passiert. Dem Fahrer muss es möglich sein, die Datenübermittlung zu erkennen, zu kontrollieren und notfalls auch zu stoppen.

Der VdTÜV hat hierzu mit der "Automotive Platform" eine Sicherheitsarchitektur im vernetzten Fahrzeug vorgeschlagen, die die funktionale Sicherheit des Fahrzeugs erhält, den Schutz vor Cyberangriffen erhöht, den Datenschutz verbessert und letztlich auch gleiche Wettbewerbsbedingungen für alle Marktteilnehmer Cloud-basierter Servicedienstleistungen in der Mobilität schafft. Richard Goebelt, Bereichsleiter Mobilität beim VdTÜV, erklärt: "Die IT-Security- Architektur des Fahrzeugs muss hierzu bereits bei der Fahrzeugtypgenehmigung nach international verankerten Standards geprüft und entsprechend dem Stand der Technik über den gesamten Lebenszyklus aktuell gehalten werden. Hierfür sind umfassende Sicherheitstests und Zertifizierungen als Voraussetzung für die Typgenehmigung anzuwenden."

Zukunftsfaktor Umweltschutz

Neben der technischen Sicherheit sind auch die Umweltverträglichkeit und die Verbesserung der Luftqualität unserer Städte entscheidende Zukunftsfaktoren für die Mobilität. Die Abgasuntersuchung von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren muss dringend auf den Stand von Wissenschaft und Technik gebracht werden. Dazu gehören in erster Linie realitätsnähere Messbereiche, die an die realen Bedingungen angepasst sind sowie niedrigere Abgasgrenzwerte sowohl bei der Typgenehmigung als auch bei der periodischen Überwachung der Fahrzeuge. Zudem entwickeln die TÜV momentan geeignete Untersuchungsverfahren zur Integration von Stickoxid-Messungen bei der Hauptuntersuchung. "Eine praxistaugliche und kosteneffiziente Stickoxidmessung im Rahmen der Hauptuntersuchung kann einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, die Luftqualität in unseren Städten zu verbessern", so Richard Goebelt.

Kampagnenwebseite zu Zukunftsfragen der Mobilität

Die TÜV-Unternehmen stehen für Sicherheit, Neutralität und Kompetenz. Zur Information über die wichtigsten Fragen zur Zukunft der Mobilität, hat der VdTÜV gemeinsam mit seinen Mitgliedern eine Website unter dem Titel "Mobilität bewegt" eingerichtet. Hier können sich Experten, aber auch interessierte Verbraucher, über die Herausforderungen durch die Digitalisierung, durch neue Anforderungen an den Menschen, Umwelt, Multimodalität und automatisiertes Fahren informieren. "Wir stellen fest, dass es in der Öffentlichkeit einen großen Informationsbedarf gibt", erläutert Goebelt. "Was erwartet uns zukünftig im Bereich Mobilität? Was steckt hinter neuen Entwicklungen? Und wo liegen die Verbindungen zwischen Technologie, Funktionalität und Nutzung? Unsere neue Kampagnenwebseite soll eine Plattform schaffen, über die wir mit allen Beteiligten in Dialog treten wollen." Weitere Informationen finden sich unter http://www.vdtuev.de/mobilitaet-bewegt oder bei Twitter unter #mobilitaet-bewegt.

Pressekontakt:

Verband der TÜV e.V.
Johannes Näumann
Pressesprecher
T.: +49 30 760095-320
johannes.naeumann@vdtuev.de
www.vdtuev.de
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